Über den Wolken

Bitte beachten: Auf dieser Seite stehen die neuesten Einträge IMMER ganz oben.
Ein Strich in der Mitte trennt neuere von älteren Einträgen!

07.06.2021 Das war eine Woche! Die meiste Zeit habe ich tatsächlich im Flugzeug verbracht und schließlich haben wir die Grenze nach Kanada überflogen. Das ist auch, wo wir gerade logieren: im Royal Kelowna in Kelowna, British Columbia.

Gallery image of this property
The Royal Kelowna – aber das Wetter sieht nicht so toll aus

Aber der Reihe nach: Der erste Flughafen nach dem Start auf dem Pangborn Memorial war der Southwest Washington Regional Airport. Er liegt in der Nähe des Städtchens Kelso, von dem wir allerdings nichts zu sehen bekommen haben.

Home

Hier haben wir lediglich für einen Passagierwechsel gestoppt. Motoren aus, Türen auf, Türen zu, Motoren wieder an. Ich bin noch nicht mal aufs Klo. Aber der Flug dorthin war recht interessant, denn wir haben bei halbwegs brauchbarem Wetter gleich zwei ehemalige Vulkane mehr oder weniger überflogen: den Mount Adams und den berühmten Mount Saint Helens.

Zwei vermutlich aktive Vulkane: Mount Saint Helens und Mount Adams

Schon ein irres Gefühl über aktive Vulkane zu fliegen. Überhaupt ist die Cascade Range, ein Gebirgszug, der von Kanada bis nach Kalifornien reicht, eine ziemlich coole Sache. Ich würde sagen, es gehört zu den schönsten Gegenden, die ich jemals überflogen habe.

Aber wenn die beiden Vulkane, die in Sichtweite voneinander liegen, schon spannend waren, dann gehört der Mount Rainier nochmal in eine ganz andere Liga, vor allem, wenn nur sein Gipfel aus den Wolken herausragt. Ich habe mir es nicht nehmen lassen ihn in unzulässiger Höhe zu passieren. Der Fluglotse: Ob ich mir einbilden würde, ich wäre die erste, die ihren Transponder dafür abschalten würde? Ähem…

4.392 Meter hoch: Der aktive Vulkan Mount Rainier

Irgendwie bin ich dadurch in ein richtiges Flugfieber geraten und habe auf dem Methow Valley State Airport lediglich das Notwendige getan, um beim Weiterflug nach Seattle nicht in eine Tüte pinkeln zu müssen.

Landen zwischen Bergen

Über unsere Zwischenlandung auf dem Gray Army Airfield muss ich mich leider in Schweigen hüllen. Sonst kommt Onkel Sam und setzt mir ein Trump-Hütchen auf.

Der Tag endete dann auf einem wirklich schönen Flugplatz, dem Bowerman Airport. Ich bin hier schon öfter – auf meinen Flügen von LA nach Orcas Island – gelandet. Es ist schon ein paar Jahre her, doch ich liebe es nach wie vor hier zu landen.

PHOTO BY MARC STERLING                                Bowerman Airport has been closed since early July as contractors update the airport’s drainage system.
Bowerman ist einer der fucking schönsten Airports, die ich kenne

Der Flugplatz nimmt eine komplette Halbinsel ein.

Der Flugplatz nimmt eine komplette Halbinsel ein. Er liegt bei Hoquiam, einem Städtchen in Grays Harbor County in Washington. Der Runway des General-Aviation-Airports ist volle 1,5 Kilometer lang und erlaubt damit auch Landungen von kleineren Businessjets.

DAN HAMMOCK | GRAYS HARBOR NEWS GROUP                                 Simpson Avenue in downtown Hoquiam will get an upgrade, along with the entire stretch of 101 through much of Hoquiam and downtown Aberdeen, with a paving and sidewalks project the Department of Transportation plans to begin as early as Feb. 18.
Zu der Übernachtung in Hoquiam möchte ich mich nicht äußern

Mir ist es ein Rätsel, wie eine so hässliche Stadt einen so schönen Flugplatz haben kann. Dieses Ungleichgewicht erklärt aber vielleicht auch, warum der Gründer von Boeing hierher gezogen ist – und sich seine Nachfolger schnellstens verdrückt haben.

Am nächsten Morgen – nach einem Automatenkaffee – ging es dann schnellstens weiter in ehemals heimische Gefilde. Eigentlich wollten wir Mazikeens Haus auf Orcas Island besuchen, doch da der nächste Passagier in Anacortes wartete, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, auf dem Festland zu landen.

Anacortes Airport: Schick und mitten in der Stadt
Downtown City of Anacortes Photo Taken From the West
Cap Sante Maria Marina: Hier haben wir mit unserem Boot mehr als einmal festgemacht

Allerdings blieb auch in Anacortes kaum Zeit – nur für einen weiteren Kaffee und eine Pinkelpause, bevor es schließlich nach Kanada ging.

Eigentlich war es nur einen Katzensprung (Vogelsprung?) über die Grenze. Squamish hieß unser Ziel, ein Holzfällerstädtchen in einer der fucking unwidersprochen schönsten Gegenden der Welt. Dort hätten wir uns fast einmal zur Ruhe gesetzt – wenn wir ein passendes Häuschen gefunden hätten. Wenn ihr jemals einmal die Chance habt, hier Urlaub zu machen – nehmt sie wahr!

Ihr bemerkt meine Begeisterung? Ehrlich: kommt hierher, wenn ihr die Chance habt!

Der Flugplatz hingegen ist viel zu klein! Auch das war einer der Gründe, warum wir uns damals hier nicht niedergelassen haben, denn zu dieser Zeit waren wir meist mit einem Businessjet unterwegs, der absolut gar keine Chance hatte, hier zu landen.
Auch für die Diamond ist die Landebahn eigentlich zu kurz. Wir hatten es jedoch so geplant, dass wir mit möglichst wenig Gewicht hier ankamen, und trotzdem mussten wir die Bahn nach einem ultralangsamen Anflug bis zum Ende ausnutzen. Und der Start nach Kelowna war fast noch abenteuerlicher. Man bekommt schon ein ziemlich mulmiges Gefühl im Magen, wenn man das Ende des Runways mit ziemlichem Tempo auf sich zukommen sieht, und die Geschwindigkeit will und will nicht das „R“ erreichen, das wir zum Abheben brauchen. Aber dann hat es doch noch gepasst. (Sonst würde ich das hier jetzt nicht schreiben.)

Squamish Airport: Die Landebahn ist zu kurz, um sich wohl zu fühlen

Abenteuerlich ist dann auch das Departure, das Aufsteigen aus dem Tal. Mit nur rund 1.300 ft/m muss die Diamond sich nach oben schrauben, um die angrenzenden Berge zu erklimmen.

Ewiger Schnee: 2000er umringen das Tal
Royal-Kelowna-premium-bath.jpg
Und jetzt erst einmal ein paar Tage ausruhen in Kelowna. Sofern mich Zoe lässt.
Endlich mal ein vernünftiges Hotel. Ich muss den Gedanken an die Absteige in Hoquiam loswerden!
‘It has all the boxes checked’: Tower developer believes Kelowna boom will grow
Kelowna: Kanada ist mehr als nur eine einzige Reise wert

31.05.2021 Zurück aus Europa, nach einer komplizierten Reise über LA nach Lewiston, ging es schließlich mit meiner Diamond weiter nach Spokane in Washington. Sicherheitshalber war das ein (Fast)Leerflug, ich musste erst einmal sehen, wie ich mit den Tabletten zurechtkomme. Funktionierte aber einwandfrei. Maze hat mich während des gesamten Fluges beobachtet, und mir attestiert, dass ich zurück zu meinem eigenen Selbst bin. Gut genug.

Felts Field in Spokane
Holiday Inn Express. Wenigstens mal kein wirkliches Landhotel.
Aber weiterhin verbesserungswürdig.

Die Stadt selbst habe ich jedoch bewusst ausgelassen, denn ich musste mich erst einmal von dem Ausflug nach London und dem damit zusammenhängenden Stress erholen. Eine Nacht in meiner jetzt eigenen Zeitzone haben Wunder gewirkt und ich war am nächsten Tag bereit für neue Taten. Und die kamen dann auch. Zuerst einmal in Form eines Missed Approachs auf Runway 33 zwischen 4.000 Fuss hohen Bergen. Der zweite Anflug hat dann funktioniert. Die traurig, einsame Landebahn Ranger Creek „Airport“ und besteht eigentlich aus nichts weiter als einer großen Wiese mit ein wenig Asphalt. Wenigstens gab es keine Schlaglöcher. Wir haben dort einen genauso einsamen Passagier eingesammelt, der dort abgeladen worden war. Ja: ein einsamer Passagier. Sonst gab es dort nämlich NIEMANDEN! Sachen gibt’s …
Wen es interessiert: Diese Schneise im Wald, die sich Flugplatz nennt, liegt etwa 10 Meilen südöstlich von Greenwater, Washington. Ein weiteres der vielen Kleinstädtchen, das ich ebenfalls geflissentlich ignoriert habe. Ich hatte ja bestenfalls für fünf Minuten die Motoren abgeschaltet.

Ein abenteuerlicher Anflug auf Ranger Creek in Washington, nach einem kurzen Hüpfer von Spokane aus

Hillsboro Airport war dann schon eine ganz andere Sache. Hier landen in erster Linie nationale und internationale Geschäftsflüge, hauptsächlich mit großen und kleinen Businessjets. Natürlich war die Landung ein Kinderspiel und ENDLICH gab es mal ein halbwegs brauchbares Hotel: Das Residence Inn der Marriott-Gruppe. Das war schon eher nach meinem Geschmack. Die Stadt selbst und auch das benachbarte Portland haben wir uns erneut gespart, das werde ich vielleicht auf dem Rückflug von Alaska aus nachholen. Diesmal gab es auch hier nur eine Übernachtung – nach ein paar gemütlichen Runden im Pool und ein paar Drinks im Freien.

Eine interessante Info (oder auch nicht) zum Airport: Die Firma Nike unterhält hier einen eigenen Flugzeughangar und der des Gründers Phil Knight steht gleich daneben

Das Residence Inn der Marriott-Gruppe in Hillsboro/Oregon

Mit zwei zusätzlichen Passagieren (unter anderem einer ultraheißen Brünetten) ging es dann am nächsten Morgen ganz früh weiter zum Pangborn Memorial Airport. Er ist kaum zwei Meilen von Wenatchee entfernt, mit um die 30.000 Einwohnern die „größte Stadt“ von Chelan County, Washington, wie mir eindringlich versichert wurde. Yey! Was soll mir das jetzt sagen? Ich müsse mir unbedingt die Elektro-Hydro-Was-Auch-Immer für Dämme anschauen! Leider, leider, liebe Leute, tausche ich nur einen Passagier aus und bin schneller wieder in der Luft, als ihr „Weg ist sie!“ sagen könnt!

Pangborn Memorial in Chelan County, Washington
Ich werde zwei Tage im Hilton bleiben. Ausruhen, schreiben, schwimmen, etc.
Wenatchee:
Wenn ich etwas nicht aussprechen kann, muss ich auch nicht hin

27.05.2021 Die Motorradtour und das Rafting waren wohl zu viel gewesen. Ich bin von Lewiston aus mit einem Jet unserer Firma nach LA und von dort aus mit British Airways nach London geflogen. Mehr in einem Tagebucheintrag.


25.05.2021 Marion hieß unsere nächste Zwischenlandung. Ernsthaft: Marion in Idaho. Ja, sowas gibt es! Das war aber schon mehr ein Touch & Go als ein Aufenthalt. Wir haben in dem kleinen Städtchen noch nicht einmal den Motor abgeschaltet, um einen neuen Passagier aufzunehmen. (Psst! Nicht verraten!)

Ernsthaft gelandet sind wir dann in Lewiston/Idaho, im Norden des Staates.

Lewiston: Wieder mehr Kleinstadt als mir lieb ist

Obwohl, wie in den meisten Kleinstädten, das Hotel ein bis zwei wichtige Sterne vermissen ließ, sind wir drei Tage geblieben. Eine Motorradtour den Snake River entlang, konnten wir uns nicht nehmen lassen. Eine Kurve nach der anderen – für Stunden! Weniger spannend fand ich das Rafting im Hell’s Canyon, worauf Mazikeen bestanden hat. Aber wer bin ich, einem Dämon zu widersprechen? Nomen est omen, kann ich dazu nur sagen – und zu Maze passt der Name wie die Faust aufs Auge.


20.05.2021 Ist es wirklich schon wieder fünf Tage her, dass ich hier einen Eintrag gemacht habe? Dann wird es aber höchste Zeit!

Zwischenzeitlich habe ich nämlich schon zwei Stationen hinter mir und starte vermutlich am frühen Morgen zur nächsten. Zum einen war das der Friedman Memorial Airport in Hailey, Blaine County im Wood River Valley in Idaho, zum anderen der Glacier Park International Airport in Flathead County in Montana. Ja, gleich zwei weitere Staatsgrenzen passiert. Das wird aber nicht so weitergehen, denn hier in Oregon, Idaho und Montana werden wir uns noch eine Weile herumtreiben. Warum? Weil meine Schwester der Meinung ist, sie wolle den Helfern ihrer Charity etwas Gutes tun und sie mit mir in die Luft schicken. Ich wusste, dass das ausartet …

Aber eins nach dem anderen. Friedman Memorial – ein schicker kleiner Flughafen mit einer laaaaaangen Landebahn. Immer gerne gesehen, das gibt so ein sicheres Gefühl und man kann die Maschine herrlich lange im Ground Effect über die Bahn schweben lassen. Außerdem hat man einen wirklich tollen Blick über ein wunderschön von Bergen eingerahmtes Tal. Beim Anflug auf Runway 31 fliegt man nach einem Linksturn eine kleine Weile hindurch. Noch eine Besonderheit: Der Flughafen liegt auf etwa 5.300 Fuß, circa (1,6 Kilometer) Höhe. Was bedeutet, dass man beim Start eine Menge Rollbahn braucht, weil die Luft bereits so dünn ist, dass den Motoren schon der Sauerstoff fehlt.

Friedman Memorial Airport

Die Hotels hier sind – na ja, wie üblich in den ländlichen Gegenden, nicht so nach meinem Geschmack. Wie die Leser ja bereits wissen, stehe ich auf die großen, edlen, unpersönlichen. Die mit vernünftigen Suiten, Pools und teuren Bars. Mit „lokalem Flair“ kann man mich jagen bis an die Ostküste! Aber immerhin weiß das Miranda und sorgt dafür, dass meine Übernachtungslokalitäten wenigstens ein bisschen nach meinem Geschmack sind. Sofern das in den USA auf dem Land überhaupt möglich ist.
Es ist in Kleinstädtchen wie Hailey und deren Umgebung nicht so einfach. Selbst wenn es sich, wie beim Sun Valley, um ein Urlaubsgebiet handelt. Oder gerade deswegen nicht? Im Sommer wandern, im Winter Ski fahren. So eine Art Oberbayern mit Cowboyhut. Ich weiß ja: Wenn jemand Ferien macht, will er Lokales. Ich habe keinen Urlaub. Wer denkt an mich? Grrrr …


Richtig wohl fühle ich mich nur in Städten. Zumindest was die Außer-Haus-Übernachtungen angeht. Aber eine Nacht habe ich überstanden und danach ging es bei herrlichem Wetter sowieso gleich weiter über die kaum vorhandenen Wolken. Ich werde mich wohl in den kommenden Monaten daran gewöhnen müssen.

Tennisstar Mats Wilander wohnt übrigens in dieser Gegend und Demi Moore hat auch mal hier gelebt. Was sie wohl dazu getrieben haben? The „Big Sheep Parade“, die „Große Schaf Parade“ sagt eigentlich doch schon alles, oder?

Die „Große Schafparade“ in Hailey. Himmel hilf!

Wenigstens musste ich das „Sonnental“ nur kurz ertragen.

Ich frage mich jedoch, ob es im Flathead County, in Kalispell, so viel besser war. Montana eben. Wald, Berge, Seen. Landschaft. Fischen. Wandern. Skifahren. Kleinstadt. Heiße Sommer, kalte Winter.

Perfect 5-Day Glacier National Park Itinerary - Pink Caddy Travelogue
Montana eben.
Kleinstadt eben.

Und so wie überall: Kleinstadthotels. Wie soll frau das denn auf Dauer ertragen?

Hotel in Kalispell, MT 59901 | Red Lion Hotels | Red lion hotel, Kalispell,  National parks
Der Gipfel des Luxus: Ein anständiger Pool und anständiger Tequila.

Was kann man schon erwarten, wenn die bekanntesten Bürger katholische Priester, Archbischöfe und Bibelübersetzer waren? Und dann ist da noch ein gewisser Robin Lee Graham, der mit 16 ganz allein die Welt umrundet hat. Warum wohl?

Nein, hier will ich weder leben, noch sterben. Und Urlaub machen auch nicht. Ich glaube, wenn diese Reise zu Ende ist, werde ich nie mehr eine Kleinstadt oder auch nur ein Urlaubsgebiet betreten! Ich will ein anständiges Hotel, selbst wenn ich dann Gefahr laufe, dieser Plastik Hilton, oder wie die heißt, zu begegnen.


15.05.2021 Nach zwei Tagen in Klamath Falls sind wir zurück an der Küste. Gelandet auf dem „Southwest Oregon Regional Airport“, bleiben wir für mindestens zwei Tage in North Bend, einem kleinen Städtchen in Coos County, Oregon.

Was Hotels angeht, werde ich North Bend zukünftig großräumig umfliegen.

Southwest Oregon Regional Airport: Diesen Flugplatz hätte ich dann auch nicht gebraucht

13.05.2021 Nach einem Zwischenstopp in Redding/Kalifornien sind wir in Klamath Falls, einem kleinen Städtchen im Süden Oregons, angekommen. Wir übernachten in einem Hotel direkt am Crater Lake. Mit knapp 600 Metern ist er der tiefste See der USA und einer der tiefsten der Welt. Was man so alles lernt …

Crater Lake in Klamath Falls/Oregon

Von den Hotels hier zu schließen, scheint Oregon sowas wie Oberbayern für Arme zu sein. Rustikal bis zum Erbrechen. Wo ich doch diese dunkelbraunen Skihütten-Miniaturzimmer mit Funzellämpchen, Kamin mit Holzbrocken zum selbst Schleppen und Forellenzeichnungen an der Roteichenwand nicht ausstehen kann! Das ist, als wenn man zu Hause die ganze Zeit mit dunkelschwarzer Ray-Ban herumläuft. Ich bin mehr das Hyatt-Regency-Kind-Of-Girl. Aber immerhin haben sie einen ganz netten Pool.

Der Pool macht’s wett. Und der Bourbon ist auch gar nicht mal so übel.

Aber wenn die im ganzen Land solche Hotels haben … Ich will nicht darüber nachdenken, sonst drehe ich um und fliege wieder nach Hause in die Wüste!


11.05.21 Weiter geht es erst am Mittwoch. Das gibt mir auf der einen Seite Zeit um ein wenig an meinem Blog zu arbeiten – unter anderem, andererseits springt meine Chefin gerade im Kreis, weil sie diejenige ist, die den Passagieren klarmachen muss, dass sich alles verschiebt. „Ohne Grund!“, faucht sie am Telefon. Ich werde ihr meine Gründe ganz sicher nicht auf die Nase binden. Soll sie doch Deutsch lernen und meinen Blog lesen. Und meine Bücher. Bitch!

10.05.21 Auch am Montag sind wir noch in Santa Rosa. Zoe hat darauf bestanden und manchmal komme ich nicht drumherum, zu tun, was sie verlangt. Ich brauche meinen treuen Lesern nicht zu erzählen, was das bedeutet, oder?


08.05.2021 Nach dreimal Übernachten in Joana’s Haus in Bel Air geht es weiter. Flug nach KBLU, Blue Canyon–Nyack Airport. Das ist ein kleiner Flugplatz in den Bergen der Sierra Nevada. Ich war dort schon öfter, weil wir ab und zu Medikamente für Familien in Placer County liefern. Wir nehmen einen Krankenpfleger nach Sonoma mit. Quasi als kleine Belohnung für seinen Einsatz.
Wir fliegen direkt weiter nach KSTS, Charles M. Schulz–Sonoma County Airport. Zurück in Kalifornien.

Charles M. Schulz - Sonoma County Airport (logo).png
Cool: Der Airport hat ein Snoopy-Logo. Charles M. Schulz ist der Schöpfer der Peanuts

Der Flugplatz ist gleichzeitig eine Airforce Base, wie so viele Airports, die nicht weit von der Pazifikküste entfernt sind. Wir bleiben über’s Wochenende in Santa Rosa.

Zu Anfang war es ja noch ganz lustig, später wurde es ein wenig nervig, alle paar Meter über Snoopy-und-Co-Figuren zu stolpern

07.05.2021 Entscheidung, dass der Flug mit meiner (etwas weniger geliebten) Diamond weitergeht. Ich muss also umplanen und alle Airports streichen, deren längster Runway kürzer als 3.000ft ist. Schöner Mist. Die DA62 wird noch am gleichen Tag aus Palm Springs gebracht.


06.05.2021 Schlechte Nachrichten: Die Turbine muss auseinandergenommen werden. Eigentlich sind das sehr schlechte Nachrichten, denn so etwas geht nicht ohne eine Rechnung von um die 50.000 Dollar. Miranda fragt mich, warum diese Motorschäden eigentlich immer bei mir vorkommen. Woher soll ich das wissen? Vielleicht habe ich ein besseres Gehör als Andere?


05.05.2021 Warten auf das Durchchecken der Maschine. Shopping in Beverly Hills.

Shopping auf dem Rodeo Drive

04.05.2021 Start in Palm Springs. Der erste Flug ist ein kleiner Hüpfer nach Hollywood Burbanks, eine Strecke, die ich gefühlt schon tausendmal geflogen bin. Es geht gleich mit ungewöhnlichen Geräuschen in der Engine Nummer 2 los. Toller Anfang! Also besonders vorsichtige Landung in Burbanks mit allen Sinnen auf die rechte Turbine der Beech konzentriert.

Burbanks Hollywood Airport

Die neuesten Einträge in mein Tagebuch:

Neue Beiträge in deinem Postfach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s