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Dämonenbraut

Ich saß mit Miranda an der Bar und hielt mich an einer Flasche fest.


„Sieben Sprachen“, wiederholte ich laut und dachte, wie dumm ich doch war, dass ich weder Spanisch noch Französisch jemals kapiert hatte. Oder war ich einfach zu faul gewesen? Ich wusste, dass es Sprachgenies gab, doch Miranda war weit mehr als das. Sie war außerdem eine begnadete Managerin und hatte mehr als nur einen Universitätsabschluss gemacht. Und einen PhD in irgendeinem obskuren Physikbereich besaß sie zudem, die Frau Doktor. All diese Fakten jedoch, bestärkten mich mehr und mehr in meinem Endschluss, den Kauf von Airlinern nicht zu akzeptieren und mein Geld schnellstens aus der Firma zu ziehen.

„Ich kann dir versichern, dass es der richtige Schritt ist. Willst du deiner Schwester eins auswischen oder stellst du dich einfach nur stur? Wir wissen ja alle, dass du eine leidenschaftliche Quertreiberin bist, Tammy!“

Will die jetzt auch noch Zähne verlieren?

Ich seufzte und schenkte mir noch einen Edeltequila ein. Schließlich bezahlte Miranda die Flasche.

„Ich weiß das“, entgegnete ich, nachdem ich die Quertreibersache durchdacht und festgestellt hatte, dass sie damit vermutlich gar nicht so falschlag: „Mir ist schon klar, dass du die Sache auf die Reihe bekommen würdest. Aber ich will nicht.“

„Was ist es? Dein kleiner Dämonenteufel im Ohr oder deine ganz persönliche Bosheit?“

Hoppla! Jetzt wird sie aber unverschä … MOMENTMAL! Dämonen? Liest die etwa auch meinen Blog und meinen Twitteraccount? Jetzt setzte sie aber ihre Zähne wirklich aufs Spiel! Ich konnte zwar keine sieben Sprachen, doch dafür kannte ich eine Menge Tritte und Schläge, die sie für ein neues Gebiss qualifizierten! Seltsamerweise beruhigte mich dieser Gedanke. Oder war es der fünfte Tequila-Shot?

„Dämonen und Teufel sind völlig unterschiedliche Wesen. Dämonen sind Folterer und Satan ist ihr Boss“, erklärte ich.

„Was du nicht sagst …“ Miranda verdrehte die Augen.

Ach ja, ich vergaß: Sie ist ja schlau!

„Warum willst du uns ruinieren?“, fragte ich, während ich mir ein weiteres Glas einschenkte: „Wer bezahlt dich? Oder besser: Wer ist es und was bietet er dir?“

Dämonennachwuchs

Mein bisher teuflischstes Buch:
J.-Forever
(Als Taschenbuch und E-Book)

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