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Sex heilt alles

Mein Tagebuch wird gerade böse vernachlässigt. Woran liegt das?

Zum Einen daran, dass ich gerade böse hornig bin und kaum etwas anderes im Kopf habe als Sex. Und wer den ganzen Tag fliegt oder vögelt, hat keine Zeit für Dinge, die die Welt bedeuten. Halt! Jetzt habe ich etwas durcheinandergebracht. Scheiß-Hormone.
Und dann die Nachrichten: kaum zu ertragen, doch hinschauen oder hinhören muss man trotzdem. Auch wenn ich deutsche Medien möglichst umgehe, komme ich bei dieser Unwettersache kaum drumherum. Meine Twittertimeline kann sich davor nicht retten. Aber nein: Ich werde jetzt nicht auch noch meinen Kommentar hinzufügen, das machen Andere und das in ermüdend gleicher Weise. Und natürlich grünpolitisch korrekt mit Sternchen. Und zwar alle Parteien. Wenn das nicht einschläfernd ist, dann weiß ich es auch nicht… Immerhin gibt es noch die New York Times, die gendert erstens nicht und hat ohnehin die besseren Artikel. Selbst aus Deutschland. Das sollte zu denken geben. (Tut es aber meistens nicht.)

Ich bin in Bar Harbor, hatte ich das schon erwähnt? Nein? Dann tue ich es hiermit. Bar Harbor an der Atlantikküste von Maine. Nur falls es jemanden interessiert. Ist aber eher unwichtig. Küsten sind irgendwie überall gleich. Viele Wolken und prinzipiell nass.

Außerdem: Wenn ich nicht gerade ficke oder masturbiere, muss ich ständig an die Dinge denken, die mich so aufregen. Zum Beispiel daran, dass ich mein Leben lang grün gewählt habe – selbst wenn ich nie Allem zustimmen konnte, doch dass ich bei der nächsten Wahl zum ersten Mal definitiv eine andere Farbe ankreuzen würde. Das tut weh. Ein Lichtblick: Ich kann in Deutschland nicht wählen und die Grünen in England sind immer noch eine Protestpartei. Immerhin.
Vielleicht sollten sich die deutschen Grünen mal darüber Gedanken machen, dass es in der Politik nicht darum geht, Anderen die eigene Meinung aufzuzwingen, sondern darum, gesellschaftlichen Konsens zu finden, um eigene Positionen zu Allgemeingut zu machen. Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass viele Menschen einfach zu jung sind, um das zu verstehen. (Aber das sind nur meine zwei Cent.) Jedenfalls besiegt man das Establishment nicht damit, ein eigenes aufzubauen.

Das ist nämlich mein eigentliches (Kopf)Problem: Ich ärgere mich im Moment einfach zu sehr über Dinge, die ich eigentlich ignorieren sollte. Kennt ihr das?

Tatsächlich sollte ja in diesem Blog Politik (fast) nichts verloren habe. Also reiß dich gefälligst zusammen, Tammy, und benutze lieber einen Sandsack! Mein Dämon meint allerdings, wenn ich so weitermache, würden die Boxstudios uns nicht mehr reinlassen, weil ich deren Sandsäcke ruiniere. Ja, schon schlimm, wenn man seine politische Heimat verliert.

Egal: Sex heilt alles.

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