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Herzchen im Schulheft und Blowjobtraining

Natürlich weiß ich, was Thüringen ist. Dachte ich zumindest. Was ich nicht wusste, war, dass Politiker dort ihre (Wieder)Wahl mit einer Skrupellosigkeit betreiben, die in modernen Gesellschaften ihresgleichen sucht.

Aber eins nach dem anderen.

Ich habe in den vergangenen Tagen in Ketchikan/Alaska und jetzt in Kenai/Alaska meine ersten Schwimmversuche mit Wasserflugzeugen gemacht. Das war es, was mich so beschäftigt hat, dass ich weder Zeit zum Schreiben, noch zum Ficken hatte. Ich weiß, Letzteres interessiert manche Leute nicht, mich schon. Und es aufzuschreiben gehört nun mal zu meiner Natur. (Für die Empörten: Ihr wisst, wo das „X“ ist.)
Was ich beim Seepferdchen für Piloten feststellen musste: Wasserflugzeuge sind angsteinflößend. Das ist alles Andere als witzig! Ich dachte, dass die Fliegerei mit den großen Schwimmern meine natürliche Evolution darstellen würde – was liegt für eine passionierte Hochseeseglerin und Berufspilotin näher als beides zu kombinieren? Weit gefehlt: Nur Schiffe und Boote gehören ins Wasser, und alles, was fliegen kann, braucht in der übrigen Zeit festen Boden unter den Rädern.
Apropos Räder: Unter ein Flugzeug gehören Fahrwerke und keine Auftriebskörper! Das ist ja sowas von unnatürlich! Und es sieht auch irgendwie übel missgebildet aus.
Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht aufgebe, und es nur eine Frage der Zeit ist, bis ich kapiere, wie man ein Flugzeug auf einem See landet, ohne sich dreimal zu überschlagen!

1: De Havilland Canada DHC-3 Otter floatplane [7]
Wasserflugzeuge: Einfach den Fluglehrer leben lassen

Um das gleich klarzustellen: Meine US-Wasserflugzeugberechtigung (seaplan rating) habe ich jetzt natürlich. So etwas zu bekommen, ist nicht besonders schwer. Alles, was man dazu braucht, ist eine private oder kommerzielle Fluglizenz. In manchen Ländern gehört noch ein Bootsführerschein dazu, was in meinen Augen absolut Sinn macht! Für die meisten Piloten reichen in der Regel ein paar Stunden Zeit aus – für mich ein paar Stunden mehr. Man sollte sich bei der mündlichen Prüfung nicht besonders dämlich anstellen, während der Flugstunden nicht zu viele Flieger zerstören, und der Fluglehrer sollte die Sache auch überleben. Das war’s schon.
Was aber alles nicht bedeutet, dass man die späteren Soloflüge wirklich überlebt. Das habe ich in Kenai – weit oben in Alaska – erlebt: Ich konnte froh sein, dass ich die clevere Idee hatte, für meinen ersten – und vermutlich vorläufig letzten – Soloflug mit Schwimmern, für den Fall der Fälle, einen Trainer zu engagieren. Ich muss feststellen, wer wie ich, seit zwei Jahrzehnten Flugzeuge mit Rädern geflogen hat, kann sich nur schwer merken, dass man so ein Kufenteil nicht gleich nach dem Start nach oben ziehen sollte, wie es bei richtigen Fliegern gemacht wird, sondern erst einmal eine Weile übers Wasser fliegen sollte, bis die Geschwindigkeit passt. Wobei – merken kann ich mir das schon, aber meinen Automatismus abzuschalten, damit habe ich ein Problem. Wie gesagt: Bei meinem ersten „Solo“flug einen Fluglehrer mitzunehmen, war eine klasse Idee. Ich bin eben schlau.

Wie dem auch sei … Ich bin jetzt also auch eine zertifizierte Wasserfliegerin, habe aber, nach meinem haarsträubenden ersten Soloflugerlebnis, keine wirklichen Intentionen, meine neu gewonnenen „Fähigkeiten“ auch umzusetzen. Frau will ja noch ein bisschen leben.

Nach diesen, eher frustrierenden Erlebnissen, geht es also mit der geplanten Reise weiter. Grob heißt das: weiter nach Westen. Geplant sind Zwischenlandungen auf den Aleuten und auf dem Saint Paul Island. Danach geht es weiter nach Norden, wieder Richtung Festland. Ich bin sehr auf das Wetter am Polarkreis gespannt. Hier jedenfalls, in der Nähe von Anchorage, Alaskas größter Stadt, ist alles ruhig, wenige Wolken und kaum Wind. Perfekt.

Und was hat das nun alles mit Thüringen zu tun?

Nichts.

Ich habe mich lediglich darüber aufgeregt, dass grüne Politiker vor nichts zurückschrecken, um im Landtag zu bleiben. Noch nicht einmal davor, 14-jährige Kinder wählen lassen zu wollen.
Ernsthaft! In ihrem Wahlprogramm fordern sie das Wahlrecht für vorpubertierende Kinder. Für Mädchen, die zusammen mit ihren Freundinnen Bananen in ihre Kehlen schieben, um für das Deep Throating trainiert zu sein und für Jungs, die gemeinsam Weitwichsen spielen. Für Kinder, die sich per WhatsApp unterhalten, obwohl sie nebeneinandersitzen. Für Mädchen, die aussehen, als wären sie in Mamas Farbtopf gefallen, und ihr Taschengeld sparen, um Lady Gagas überteuerte Kosmetik zu kaufen, weil Lady Gaga doch so toll ist. Und die in den Konzerten der Boybands so laut kreischen, dass sie die nächste Woche in der Schule der Lehrerin nur noch flüsternd antworten können. (In der Zwischenzeit malen sie Herzchen ins Schulheft: „Ich liebe ihn so sehr, für immer und ewig!“) Wahlrecht für Jungs, die den Mädchen erklären, dass sie Blowjobs wie Süßigkeiten verteilen müssen, weil sie sonst uncool wären. Wahlrecht für Kinder, die um Neun ins Bett müssen!

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Wahlrecht für Kinder: Warum nicht gleich für 8-Jährige?

Ja, ich weiß, angeblich geht es doch in der Klimapolitik genau um diese Zielgruppe. Kinder sollen ein Mitspracherecht haben, weil sie diejenigen sind, die unseren Planeten erben.

Ja, ich bin mir ganz sicher, dass 14-jährige genau verstehen, wo der Zusammenhang zwischen Klimapolitik, Rohstoffen, Arbeitsplätzen und Gewerbesteuer liegt. Ich bin mir sicher, sie verstehen Verträge und wissen, wie wichtig die Kreditfähigkeit von Staaten ist und welcher Zusammenhang zwischen funktionierenden Intensivstationen, Übersterblichkeit und Coronaviren besteht. Sie verstehen natürlich auch, wie schwierig internationale Beziehungen sein können, und dass manche Staaten sich einen Rattenarsch dafür interessieren, ob im Gröninger Gymnasium 14-jährige im Unterricht dem Lehrer zeigen müssen, dass sie schon wissen, was Carbon-Emissionen sind. Damit sie eine gute Note für Beteiligung bekommen. Ich weiß natürlich auch, dass sie Staaten wie China, dem Iran oder Nordkorea Konzepte präsentieren können, damit sich die ganze Welt wieder vertragen und das Klima retten kann. Und dass Waffen komplett überflüssig sind.

Aber ja: Es geht „nur“ um Kommunal- und Landespolitik. Dafür muss man nur wissen, ob Pimkie gerade die mega-ultra-kurzen Hotpants im Angebot hat, über denen sie dann nur so lange einen langen Rock tragen, bis Mama außer Sichtweite ist. Und wo es die kostenlosen Pornos zu sehen gibt, bei denen man nur per Klick bestätigen muss, dass man 18 Jahre alt ist. Und los geht das Rekordwichsen.

Ich gebe zu, dass es verantwortungsbewusste 14-Jährige gibt. Und ich akzeptiere, dass Horden von Erwachsenen existieren, die so ungebildet sind, dass sie nicht wissen, wie die Bundeskanzlerin heißt. (Und wenn doch, dann haben sie per Facebook die passenden Vorschläge, sie zu beseitigen.) Ja, diese ignoranten Dumpfbacken dürfen wählen gehen. Warum?
Weil man es in einer Demokratie nicht verhindern kann (genauso wenig wie deren ständige Reproduziererei). Was wir jedoch verhindern können, ist, dass (vor)pubertierende Schulkinder, die sich noch mit Herzchen in Schulheften und Akne herumschlagen, wählen dürfen.
Ja, es geht um deren Zukunft. Aber die Zukunft der Kinder existiert auch in ein paar Jahren noch – ohne Wahlurnen mit Trittleiter. Und dann können sie sich aufs Sofa begeben, die Bierflasche öffnen, die Sportschau einschalten, und während sie sich am Sack kraulen, in aller Ruhe die Wahlunterlagen ausfüllen. Ob sie dann tatsächlich noch wählen werden – keine Ahnung.

Eines jedoch weiß ich: Politiker, die Kinder zur Wahlurne schicken wollen, weil sie so leicht vor den grünen Karren zu spannen sind, sind weniger kurzsichtig als machtgeil.

Und solche Leute habe ich mal gewählt …

Wählt uns, liebe Kinder!

3 Comments »

  1. Mein Tochter wird im Oktober 18. Interesse für freitägliches Hüpfen? Null. Politik? Null? Z. Z. ist sie komplett auf dem Anime- und Manga-Trip im Bingemodus, da bleibt für Haltungspolitik á la Thunberg und Neubauer keine Zeit. Die hat Null Ahnung. Leider. Wenn die und ihre Klasse wählen würden, wären das wohl zu 80 % Zufallstreffer. Die Grünen hätten ganz gerne manipulierbares Stimmvieh, um ihre Machtbasis zu vergrössern.

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  2. Wie wäre es mit einer Lizenz für Luftschiffe? Die finde ich faszinierend. Aber was ganz anderes: Die Bilder der grünen Kandidaten wären schon eine schicke Galerie für die Geisterbahn. Für so etwas würde ich auf der Seite von Rosa A., die mir aus unerfindlichen Gründen von einem geheimnisvollen Alghoritmus angezeigt wurde, Prügel bekommen. Und ich habe keine Lizenz zum Wegfliegen…..

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