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Masturbationsobjekt

Als ich heute aufgewacht bin, hat alles nach einem normalen Tag ausgesehen.

Nicht entscheiden können, ob Tee oder Kaffee zuerst, Zähne putzen, sich über die schlechten deutschen Nachrichten amüsieren, nachschauen, ob die Titten noch da sind, wo sie gestern waren- sowas eben.

Dann die Grundsatzfrage: Rock, Kleid, Hose, Shorts? Shirt? Bluse? Anschließend der Materialtest: Funktioniert der Stoff ohne BH, oder reibt er die Nippel wund?

Ein Blick auf das neue Passagiermanifest für den heutigen Flug macht die Entscheidung dann leicht: Angel Collins, Sheryl Thornton und Sue Floyd Macdormid. Drei Frauen! Also kurze Shorts, weiße, halbdurchsichtige Bluse, kein BH und darüber die offene Uniformjacke.

Leider – hat mich die freie Namenswahl wieder mal ausgetrickst. Diesmal gleich dreimal! Alles Männer! Schöner Mist. What are the odds? Aber egal, ich kann ja immer noch als Masturbationsobjekt dienen. Geht auch. Hauptsache, sie machen es nicht im Flieger, die Polster sind noch so schön neu!

Also wieder nichts mit einem kleinen Abenteuer heute. Ich bin ja auf die hellen Tageszeiten angewiesen, denn an den Abenden kann ich in der Regel ja Zoe nicht entgehen. Wenn ich nicht todmüde oder wirklich am Ende bin. Was immer wieder mal vorkommt, da wir ja oft mehrere Flüge pro Tag unternehmen. So sehr ich ja auch die Hotels in den Kleinstädten nicht leiden kann, so sehr ängstigt mich auch der Gedanke an einen Zoeabend in einer richtigen Stadt.

Aber gut – um Portland/Oregon bin ich ja herumgekommen und es bestehen gute Chancen, dass ich bei unserer nächsten Landung im Großraum der Stadt meine Tage habe. Und zwar Big Time. Sorry, Zoe!

Mit drei Männern direkt hinter mir zu fliegen ist irgendwie nicht spaßig. Meist kommen irgendwelche saudämlichen Fragen zu den Flugzeugmotoren oder Kommentare, wie der Hersteller oder ich Dinge besser machen könnten. Und das von Leuten, die Flugmaschinen nur von Sitz 36C aus kennen! Wie ich das hasse! Am schlimmsten sind allerdings diejenigen, die zuhause mit dem Flugsimulator spielen und mir weismachen wollen, dass sie die Maschine sicher landen könnten, wenn mir schlecht würde. Vermutlich sagen sie das, damit ich ihnen vor die Füße kotze, damit sie es ausprobieren können. Gott sei Dank sitzt meine Dämonin neben mir, die in diesen Momenten solche Typen mit ihrem Folterblick zum Schweigen bringt.

Frauen beschränken sich meist auf die wichtigeren Fragen, wie zum Beispiel, ob für das Polster auch andere Farben zur Auswahl standen, oder sie machen meinem Hairstyle Komplimente (und meinen damit, dass ich dringend mal zum Friseur sollte). Manchmal, zugegeben, kommen auch Fragen wie „Was passiert, wenn die Motoren ausfallen?“. Ich antworte gerne, dass ich es ihnen ja mal zeigen könnte, doch ihre Kotze würde nicht zu meiner Bluse passen. Ich bin eben auch nur eine Frau.

Das war sexistisch? Aber sowas von! Frauen und Männer sind nun einmal unterschiedliche Wesen – so wie Säugetiere und Insekten – ob das Extrem-Feministinnen nun glauben oder nicht! Ich habe nicht vor, das zu verheimlichen! Wie schlimm es wäre, wenn wir von Natur aus gleich wären! (Wenn ich mir vorstelle, wie ein Mann sein zu müssen … Würg!)

Also was passiert denn nun, wenn ich die Motoren abschalte?

Im Prinzip nicht viel. Wir werden stetig ein wenig langsamer, bis zu dem Punkt, an dem der Luftstrom über den Tragflächen abreißt und wir über einen Flügel (er reißt immer auf einer Seite zuerst ab) spiralförmig zur Erde stürzen.
So weit lässt man es natürlich nicht kommen. Der Pilot drückt die Nase des Flugzeugs ein wenig nach unten und „trades height for speed“, das heißt auf Deutsch, dass wir Höhe opfern, um Geschwindigkeit zu gewinnen, damit der Luftstrom nicht abreißt und wir nicht in einer Spirale nach unten stürzen.
Auf diese Weise können wir rechtzeitig – je nach ursprünglicher Höhe – einen Flugplatz in der Nähe ansteuern, um dort ohne Motorenunterstützung wie ein Segler zu landen. Bei einem Flug über einen Ozean funktioniert das leider nicht, denn Wasserlandungen enden fast immer in einer Katastrophe.
Auch schwierig wird es über hohen Bergen, dort sind Airports seltener und eine Maschine wie meine Diamond kann nicht hoch genug fliegen, um genug Höhe opfern zu können, um auf einem Flugplatz zu landen. Bleiben Straßen oder Wiesen und Felder als Landeplatz. Was aber bei einem, nicht speziell darauf ausgelegten Flugzeug, in der Regel nicht besonders gut ausgeht.

Deshalb: Je höher ein Flugzeug fliegt, desto sicherer fliegt es.

Die „Friedhofs Spirale“ (graveyard spin)

Aber – keine Sorge, meine Damen – ein Twin wie die Diamond verfügt über zwei Motoren, ein Twin eben. Dass beide auf einmal ausfallen, ist selten wie ein Lottogewinn und ein geübter Pilot schafft es ohne große Mühen, die Maschine zum nächsten Flugfeld zu steuern. Bei der Diamond ist das, dem zentralen Motormanagement sei Dank, nicht besonders schwer. Bei einem alten zweimotorigen Flugzeug – wie zum Beispiel der Aerostar 600, die meine Dämonin für uns kaufen möchte – verlangt ein Motorausfall dann doch nach einem sehr erfahrenen Piloten und viel Training mit abgeschaltetem Propeller.

Da ich gerade von Katastrophen spreche: Mein Lieblingsbikini, den ich mir vor zwanzig Jahren zugelegt habe, passt mir nicht mehr! Kreisch! Der Dreiecksstoff, in den ich mit 17 bequem meine Titten einwickeln konnte, bedeckt heute kaum mehr die Nippel und von meinem Arsch will ich gar nicht erst anfangen!!! Wie konnte denn das passieren? Ich habe ja nun wirklich nichts gegen große Möpse – doch muss ausgerechnet ich welche haben? Das Leben ist ungerecht!

Andererseits machen sie sich unter einer halb durchsichtigen Bluse ausgesprochen gut.

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