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Londoner Zwischenspiel

Ich musste meine Reise für zwei Tage unterbrechen und per British Airways in die UK jetten. Warum? Probleme mit meinen Tabletten. Zu viele Nebenwirkungen, als dass ich meinen Flug hätte fortsetzen können. Es hatte mich ziemlich erwischt; sie wollten mich schon in ein Krankenhaus bringen. Nach einem langen Gespräch mit meinem Neurologen und ein paar Umstellungen bei den Meds geht es jetzt wieder. So etwas passiert hin und wieder. Morgen geht es also zurück in die Staaten und meine Reise geht weiter.

Und warum jetzt extra nach London? Das hat keine medizinischen Gründe, jedenfalls nicht direkt. Mit meinem Doc in England habe ich die Vereinbarung, dass er mich nicht bei den Flugbehörden verpetzt (im Gegenteil, aber das ist ein anderes Thema). In den Staaten gehe ich das Risiko ein, dass mich jemand bei der FAA* anschwärzt. Was für mich die sofortige Aussetzung meiner kommerziellen Fluglizenz bedeuten würde. Minimum. Und zwar bis ich diese Tabletten nicht mehr brauchen würde. Also für immer. Man kann alles übertreiben, finde ich. Airliner darf ich sowieso schon nicht mehr fliegen, dann sollte man mir wenigstens die kleinen Flieger lassen. Oder etwa nicht? (Die Frage war rhetorisch gemeint!)

Was mich bei dieser aktuellen Episode am meisten ärgert: Ich hatte eine verdammte Einladung, zu einer verdammten Party, nach verdammt West Hollywood, zu meiner verdammten Lieblingssängerin, bei der ich sie – verdammt nochmal – hätte anbaggern können – und ich konnte vor lauter verdammten Nebenwirkungen nicht mal mehr alleine aufstehen und habe mich gefühlt, als würde sich das Leben nach und nach aus meinem Körper verabschieden! Sowas kommt doch immer zur falschen Zeit**. Scheiß Murphy! Was soll’s, es wird nicht die letzte Chance gewesen sein.

Unterdessen kündigt mir meine Dämonin die versprochene Überraschung für unsere Rückkehr an. Wurde auch Zeit! Nach dieser Scheiß-Sache kann ich ein wenig Fun gebrauchen. Wie gut, dass ich genauso wenig neugierig wie eifersüchtig bin. Manchmal zweifele ich ja ernsthaft an meiner Geschlechtszugehörigkeit. Wenn ich dann allerdings in den Spiegel schaue, beruhigt mich das immer wieder. Süß! Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie jemand nicht froh sein kann, eine Frau zu sein.

Diese Episode hat mir eines wieder mal deutlich gemacht: Wäre ich jetzt mit einem Boot auf Weltreise gewesen, hätte es übel ausgehen können. Na ja, fliegen macht sowieso mehr Spaß.

Aber bitte mit viel Essig!

* FAA: Federal Aviation Authority
** Ich muss mal darüber nachdenken, ob es auch eine richtige Zeit gibt

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