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Für was Dämonen Vibratoren brauchen

Das ist eines der Dinge, die einem kirre machen können: Dauersommer. Oder besser: Dauerofen. So wie hier in Palm Springs.

Ich will mich ja wirklich nicht über den Sommer beklagen, doch hier geht es dann doch ein wenig zu weit! Es ist so heiß, dass selbst das Motorradfahren nur noch eine Tortur ist – selbst in Jeans und T-Shirt!
Und nein, ich habe mir meinen Wohnort nicht wirklich selbst ausgesucht: Anik war der Meinung, sie müsse unsere Firma hier ansiedeln. Was blieb mir übrig? Jeden Morgen und Abend eine Stunde von Burbank/Hollywood aus über die Wüste zu fliegen, war schließlich auch keine Lösung. Und vor allem viel zu teuer.

Ich darf mich natürlich nur leise beklagen, schließlich ist Joana nur wegen mir auch in diesen Brutofen gezogen, und das, obwohl sie eine phantastische Villa in Bel Air besitzt. Und Gabby kam sogar aus New York (wobei die wirklich selbst daran schuld ist, eingeladen habe ich sie nämlich nicht).

Langer Rede kurzer Sinn: Wie sehne ich mich nach Winter und nach den Bergen von Norwegen. (Und nach dem Meer, aber das ist ein anderes Thema.) Aber gut, ich will ja nicht meckern: Über den Wolken ist es auch ganz nett. Zumindest ist es nicht so heiß wie am Boden.

Und da ich gerade von „über den Wolken“ spreche: Morgen früh geht es tatsächlich los. Zuerst natürlich mit dem Langweilerflug nach Burbank. Eine Stunde nur Wüste unter uns. Ob wir direkt weiterfliegen, ist noch nicht ganz raus, doch ich bezweifle es. Joana ist übrigens bei diesem einen Flug noch dabei, denn sie übernachtet zwei Tage in Bel Air. Sollten wir nicht gleich weiterfliegen, bleibe ich dann natürlich noch eine Nacht bei ihr.

Ich muss zugeben, ich bin schon ein wenig nervös; es ist schon ein kleines Abenteuer, was uns da bevorsteht. Nicht etwa wegen der Flüge in den Staaten und in Europa, sondern hauptsächlich, weil wir es mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen zu tun haben werden, und an Orte kommen, von denen wir zuvor nie gehört hat. Das gleiche gilt für die einzelnen Staaten hier: Nach einigen davon hat es mich noch nie verschlagen, das ist schon irgendwie spannend. Und natürlich habe ich auch Europa noch nie in dieser Ausgiebigkeit kennenlernen können. Was das Ganze aber noch aufregender macht, ist die kleine Chance, dass es uns vielleicht doch noch nach Asien und in den Pazifikraum verschlagen könnte.
Was übrigens alles nicht heißt, dass wir non-stop unterwegs sein werden. Es wird Pausen geben, ganz klar. Aber soweit sind wir noch nicht – es hat ja noch nicht einmal begonnen!

Mazikeen wird übrigens meine Mieterin in Los Angeles treffen und im Apartment nach dem rechten sehen, der Termin war schon länger vereinbart. (Schon geil, wenn man eine eigene Dämonin hat, die einem die nervigen Dinge des Alltags abnimmt!) Ist es doch eine der lästigen Pflichten eines Vermieters, seine Wohnung im Auge zu behalten. Aber ich schätze, den Mietern gefällt das mindestens genauso wenig wie mir …

Aber ich bin abgeschweift. Von was eigentlich? Ich fürchte, dieser Eintrag hat irgendwie gar kein wirkliches Thema und noch nicht mal einen roten Faden. Aber müssen Tagebucheinträge so etwas wirklich haben? Ich kann doch auch einfach aufschreiben, was mir durch den Kopf geht, oder etwa nicht?
Zum Beispiel, dass mir der gestrige Abend mit Zoe fast den Rest gegeben hat. Es war wirklich übel – kaum-zu-beschreiben-übel. Ich bin gespannt, wie sie das alles machen wird, wenn ich unterwegs bin. Aber ich fürchte, sie wird auch dann Wege finden, um mich zu quälen. Andererseits – übler als gestern kann es wohl kaum werden.
Es gibt mir jedoch immer wieder zu denken, dass diese Dinge ihr auch noch Spaß zu machen scheinen … Allerdings weiß ich, dass das nur so ausschaut.

Wer verstehen will, was ich meine, der sollte sehr aufmerksam „J. – Forever“ lesen. Falls es jemanden interessiert und er sich in menschliche Abgründe stürzen will.

Bei der Gelegenheit: Ein neues Buch in dieser Art ist in Arbeit, ich hoffe, der Gedanke gefällt denjenigen, die sich „J. – Forever“ zugelegt haben …
Zuerst werde ich aber wohl doch noch die deutsche Übersetzung von „She Doesn’t Do Girlfriend“ fertig bekommen. Ich muss mich eben ein wenig zusammenreißen, damit ich täglich ein paar Absätze zu Papier bringe. Ich hasse Übersetzungen! Vor allem vom Englischen ins Deutsche … In Englisch klingt alles so viel besser und sprachliche Möglichkeiten gibt es in der Regel auch mehr. Zumindest bilde ich mir das ein. Aber ich werde es zu Ende bringen, zumal mir das Buch wirklich gut gefällt. Ich hoffe nur, während der Hotelstopps werde ich tatsächlich so viel Zeit haben, wie ich es mir vorstelle. Meistens bleiben wir ja nicht nur einen Tag und ich bin sicher, dass ich kaum mehr als eine Nacht durch die Gegend ziehen werde – zumal das in dieser Scheiß-Pandemie ja ohnehin kaum möglich ist. Wir werden sehen.

Was das Nervigste an so einer Reise mit einem kleinen Flugzeug ist: Wenn du Passagiere mitnehmen musst, bleibt für eigenes Gepäck kaum Gewicht übrig. Was für mich bleibt, ist eine zusätzliche Stoffhose, eine Bluse, ein Shirt, etwas Unterwäsche, mein Handy und mein Kopfhörer, den ich mir nicht nehmen lassen. Natürlich noch ein wenig Sexspielzeug, das Maze und ich uns teilweise teilen. Für mein Notebook bekommt Mazikeen eine Hose, ein Shirt und einen Dildo weniger.

Ich frage mich sowieso, wofür Dämonen Vibratoren brauchen.

Viel Kleidung werden wir wohl nicht dabeihaben (aber größere Titten)

2 Comments »

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