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Dunkelheit

Oh, wie sie zusammenbrechen …

Diese Sorte gibt es überall. Weil sie ihre „große Liebe“ verloren haben, geht ihre kleine Welt unter! Solange sie 13 sind, kann ich das noch verstehen – aber erwachsene Frauen? Weib, reiß dich zusammen, will ich da schreien, sei eine Frau! Schon mal darüber nachgedacht, ob du selbst nicht ganz unschuldig daran bist, und es einfach das nächste Mal ein wenig besser machen solltest? Ich weiß, ich weiß, es gibt für dich kein nächstes Mal …

Zu brutal? Nicht verständnisvoll genug? Oh, bestimmt! Und trotzdem möchte ich kotzen, wenn mir solche Jammerlappen über den Weg laufen!

Ein Jahr habe ich verbracht – EIN JAHR! – in dem ich mir alles Flüssige in den Kopf gehauen habe, was greifbar war. Wie ein Katzenweib habe ich mich geprügelt: gekratzt, gebissen, getreten, geschlagen. Ich habe heute noch Narben davon. (Ich würde keine mehr bekommen, dafür habe ich zwischenzeitlich gesorgt.)

Der Punkt ist nur: Ich hatte einen Grund. Einen echten. (Zwei sogar. Oder mehrere, wie man’s nimmt.) Es war keine lächerliche Jammerei wegen eines Typs oder einer Tussi oder gar wegen der eigenen Unfähigkeit. Und ich habe trotzdem überlebt. Ganz alleine.

Ich bin ungerecht? Nicht mitfühlend genug? Weil jeder seine eigene Hölle hat?

Nein, hat er nicht.

Niemand hat die Hölle erlebt, weil er einen Schwanz oder eine Fotze verloren hat! Hölle ist anders, Hölle ist ernst. Frauen sollten eigentlich wissen, was wirkliche Hölle ist.

Jede von uns bewältigt den Horror auf ihre eigene Weise. Jede von uns bewältigt den Zusammenbruch auf ihre eigene Weise. Und zu viele bewältigen ihn nie.

Ich bin eine Andere geworden. Eine Go-Fuck-Yourself und eine I-Didn’t-Give-A-Shit. Eine Was-Muss-Das-Muss und eine I-Don’t-Care-What-You-Think. Die Menschen, die ich liebe, liebe ich nicht wirklich. Ich benutze sie für mein Wohlbefinden und deshalb schütze ich sie. Liebe ist Eigennutz. Für mich. Auch wenn das manchmal gar nicht so aussehen mag. Ich fühle mich gut damit.

Ich lebe, um Spaß zu haben. Spaß ist wichtig. Spaß vertreibt dunkle Wolken. Vielleicht habe ich deswegen mit Kindern nichts am Hut? Jedenfalls nicht mit eigenen: zu viel Potenzial für Unglück und Ärger. Und zu viel Nerverei.

Vielleicht will mir Mazikeen mit ihrem Dämonen-Spleen ja zeigen, dass man auch mit dunklen Mächten zurechtkommen kann? Danke sehr, Maze, aber ich schaffe das auch alleine.

Wenn da nicht Zoe wäre …

Sie macht das anders: Sie fickt. Und zwar Männer. Viele. Sehr viele. Am liebsten als Nutte. Und sie bekämpft Dämonen – aber nur die guten, wie zum Beispiel Mazikeen. Ihre Art und Weise mit den dunklen Mächten umzugehen, kann ich nicht nachvollziehen. Männer ficken? Wie passt das zusammen? Feuer mit Feuer bekämpfen? Ich kann nicht folgen. Und zwar nicht, weil ich lesbisch bin. Das ist Zoe auch – zumindest glaube ich, dass sie das irgendwo tief drinnen noch ist.

Zoe kann mich natürlich genauso wenig verstehen wie ich sie. Dass ich mich einfach aus dem Thema ausblende. Dass ich die dunklen Wolken zur Seite schiebe und nach der Sonne schaue. Auch wenn der Himmel niemals blau, sondern immer grau sein wird.

Zoe hasst. Ich liebe einfach nicht. Das ist leichter als hassen, finde ich.

Sie sagt, dass ich meiner Schuld niemals entkommen werde, dafür würde sie schon sorgen. Sie spricht von einer Schuld, die ich niemals als solche akzeptieren werde. Und deshalb hasst sie mich. Wie sie alle und jeden hasst. Und deshalb quält sie mich auf die schlimmste Weise, die ich mir vorstellen kann.

DAS ist Hölle. DAS ist Horror. Aber ich lebe und kleinkriegen lasse ich mich nicht.

Ich will Spaß in diesem kurzen Leben. Zoe hin, Zoe her.

Und wenn ich nochmal eine sehe, für die, wegen einer Trennung, die Welt untergeht, hetze ich meinen Dämon auf sie!

Ich lade jeden ein, der etwas Intelligentes beitragen möchte, es ins Handy zu tippen und sich das Teil dann in den Arsch zu schieben! Tief.

Jede Menge Titten

Andreas jüngster Roman: J.-Forever

€15.50

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