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Das war ernst gemeint

Die Wahrheit ist, dass ich mich längst entschieden habe, den Flug zu machen.

Gabby hat nur noch Typen im Kopf und meine Beziehung mit Joana entwickelt sich – aufgrund ihres neuen Stechers – gerade zum BFF-Verhältnis zurück. Shit happens.

Mazikeen hat bereits signalisiert, dass sie mich begleiten könnte. Sie ist ihren Jobs nie besonders treu und finanziell ist sie ohnehin nicht auf sie angewiesen. Wenn ich Maze dabeihabe, ist zumindest mein lesbisches Sozialleben gesichert. Aber der Hauptgrund ist – zugegeben – dass ich durch diesen Flug diese kleine Ratte von Zoe, zumindest nicht mehr jeden Tag, sehen muss.

Längst hat sich herausgestellt, dass der Flug vermutlich länger als nur ein paar Monate dauern wird, jedenfalls wenn Corona es zulässt. Und kein neuer Virus die Welt in ein neues Chaos stürzen wird – was gar nicht so abwegig ist, denn zumindest die ordinäre Grippe hat sich lediglich schlafen gelegt. Und in welcher Form sie gestärkt – oder neue Mutationen von ihr – nach dem SARS-COV-2-Virus zurückkommen wird, ist unklar. Und dann lauert da auch noch die H5-Gruppe, landläufig Vogelgrippe genannt; erste Fälle von Sprüngen des Virus auf den Menschen sind bereits bekannt geworden. Aber das soll jetzt nicht meine erste Sorge sein, dafür gibt es intelligentere Menschen als mich.

Ich muss mich lediglich um die Flugplanung kümmern. Die Flugplätze, die ich integrieren soll, werden immer mehr. Ja, ich bin wieder am Planen, Miranda hat diesen Flug zu einer ihrer Hauptprioritäten gemacht, und ich muss ihr Recht geben, dass die Sache unserer Firma wirklich einen enormen Boost geben wird, „zumindest wenn du fliegen wirst“.

Ja ja, ich weiß. Aber ich muss ihr definitiv noch Zugeständnisse abringen. Leider ist sie auf meine Forderung, dass sie künftig nur noch mit nackten Titten mit mir reden darf, nicht eingegangen. Tatsächlich hat sie sie meinen Vorschlag einfach ignoriert. So, als ob ich einen dummen Witz gemacht hätte, der keiner Entgegnung würdig war. Dabei war das ernst gemeint …

Ich bin seltsam – ich weiß. Aber ihre nackten, und gar nicht mal so kleinen Brüste, würden mich erstens dafür entschädigen, dass meine Chefin, wenn sie mit mir redet, selten von ihren Papieren aufblickt, und zweitens kann ich mir vorstellen, dass die Teile, wenn sie in ihre Arbeit vertieft ist, ganz herrlich über dem Schreibtisch baumeln: Ich liebe es, wenn Titten irgendwo herunterhängen und ab und zu ein wenig wackeln. Ernsthaft!

Aber wer steht nicht darauf?

Wie gesagt: sie ignoriert es. Aber wie lange wird sie das noch? Sie ist nämlich inzwischen wirklich davon überzeugt, dass es wichtig ist, dass ich den Flug mache und niemand sonst. Und ich habe den Eindruck, dass sie die ganze Sache zu den Akten legen wird, wenn ich ablehne. Sie ist wirklich selbst schuld, dass sie sich in eine so schlechte Verhandlungsposition manövriert hat. (Was mich dann doch ein wenig nachdenklich macht, denn ansonsten ist sie wirklich ein Genie in diesen Dingen. Eigentlich blufft sie die Leute so lange, bis sie einlenken. Sie muss eine hervorragende Pokerspielerin sein.) Wie dem auch sei – irgendetwas werde ich ihr schon abringen. Wobei mein Fokus nach wie vor auf ihren Titten liegt.

Eigentlich hatten wir geplant, den Flug in der EU – genauer gesagt in Norwegen – zu beginnen. Das hätte zwar eine langwierige Atlantiküberquerung* bedeutet, doch Europa ist unser Zukunftsmarkt. Wenn sich jedoch die Coronalage in Europa nicht in absehbarer Zeit ändert, werden wir uns vermutlich zuerst einmal auf Nordamerika konzentrieren, denn hier haben wir wenigstens so gut wie keine Grenze, die uns ständige Tests oder sogar Quarantänen auferlegen würde. Der Sprung über den Atlantik käme dann erst nach einigen Monaten. Falls die Europäer das jemals in den Griff bekommen … Manchmal bekommt man nämlich den Eindruck, als hätte sich die EU – allen voran Deutschland – Länder wie Brasilien zum Vorbild gemacht. Na ja, wir werden sehen.

Jetzt muss ich also noch herausfinden, wie ich an Mirandas Möpse komme, damit es losgehen kann. Das kann doch nicht so schwer sein, verdammt!

Zeig her deine Möpse …

* Meine Diamond schafft das nicht auf einen Rutsch. Ich hätte einige Zwischenlandungen in den Staaten machen müssen, danach einen Stopp in Kanada, bevor ich den Sprung ins ewige Eis hätte machen können. Von Grönland schließlich, wäre es über Island nach Norwegen gegangen. Das ist schon eine enorme Aufgabe.

Andreas jüngster Roman: J.-Forever

Möpse im Überfluss

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