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When I gave A Shit

Es gibt so vieles, über das ich Moment schreiben möchte – leider finde ich die Zeit nicht!

Zoe hält mich in Atem und die Diskussionen in der Firma bezüglicher der weiteren Corona-Planung reißen nicht ab. Und dann ist da natürlich noch Joana, mit der ich derzeit mehr quatsche als Sex habe und Gabby, mit der ich endlose Stunden am Telefon diskutiere. Mal von Eva ganz abgesehen, die sich an mich klammert, als wäre ich ihr persönlicher Rettungsring. Das Leben ist im Moment ziemlich kompliziert. Und meine Zunge ist halb taub von der ganzen Rederei.

Mazikeen ist, wie so oft, die einzig feste Größe in meinem Leben. (Sollten Dämoninnen das nicht auch sein?) Sie meint, wir sollten einfach mal verschwinden. Ab ins Flugzeug und weg. Sie und ich. Und Eva und ihre Lehrerin. Leider springt mir Gabby dann ins Gesicht, denn Maze spricht nicht von zwei Wochen Urlaub, sondern von Monaten. Bei Mazikeen ist alles immer gleich big time. „Du willst ja kein Boot…“, fügt sie bei solchen Gelegenheit gerne schmollend hinzu. Nein, will ich nicht. Nicht während der Scheiß-Pandemie. Denn Segeln, ohne zwischendurch in Strandlokalen herumzugammeln, geht gar nicht. Beim Fliegen ist das alles etwas einfacher. Vor allem, wenn man in den Staaten bleibt.

Dabei sind das völlig überflüssige Gedanken: Zoe würde mich umbringen, wenn ich es wagen würde auf Tour zu gehen. Sie weiß ja, wie sie das am besten macht. Wobei – so weit ist sie davon im Moment gar nicht entfernt. Wenn sie es so weitertreibt … Aber ich muss aufhören, ständig an diese kleine Ratte zu denken!

Was ich aber noch loswerden möchte: Ich bin durch Zufall über eine Radio“diskussion“ gestoßen, bei der es zum millionsten Mal um das Thema Feminismus ging. Die Moderatorin hatte die „spannende“ Idee, dass sie zwei scheinbar intelligente Frauen einfach mal 25 Minuten über dieses allseits beliebte Thema quatschen lässt. Das war die langweiligste halbe Stunde meines Lebens – abgesehen von damals, als ich versucht habe, mich durch ein Taylor-Swift-Album zu quälen.

(Bei der Gelegenheit mal ein Geheimtipp: Das Album „In Loving Memory of When I Gave a Shit“ von Lolo. Krass gut, vor allem in Tidal Masterqualität und sündhaft teuren Kopfhörern!)

Aber zurück zu den 25 Frauen-Minuten: Was machen zwei Feministinnen, wenn sie eine halbe Stunde vorm Mikrofon ungestört miteinander labern dürfen? Richtig: Sie wiederholen jedes verdammte Klischee von Gender-Pay-Gap, über Papa-Muss-Auch-Aufs-Kind-Aufpassen und dem schrecklichen Modediktat, bis hin zu geschlechtsneutralem Spielzeug* und der, ach so mutigen, #MeToo-Bewegung. Dabei schleimen sie sich gegenseitig mit Plattitüden zu und jede gratuliert der Anderen zu ihrer Ansicht. Was jeder kennt und jeder weiß, wird gleich nochmal erzählt.
Die hätten mich mal einladen sollen! Ich fürchte, in solchen Kreisen hat sich immer noch nicht herumgesprochen, dass selbst Frauen unterschiedliche Ansichten zu manchen dieser Themen haben können. Oder vielleicht wollen sie es auch einfach nicht wahrhaben? Und was die Moderatorin angeht – vielleicht findet sich nach diesem Trauerspiel für sie ein progressiver Job im Archiv?

Und jetzt sitzt mir Zoe wieder im Nacken. Irgend werde ich sie einfach töten! Obwohl das ja dann auch wieder so eine Art Eigentor wäre.

Lösung, dringend gesucht. Um es mit Madonna zu sagen.

In Loving Memory of When I Gave a Shit

* Was ist das? Eine Barbie mit Pipimann und ein rosa Bagger?

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