Rabenmutter

Eigentlich hatte ich vor, über die Tories in Großbritannien zu schreiben, nachdem sie der EU große Mengen an Impfstoff gestohlen haben und nun die Ausfuhr eigener Impfstoffe verbieten. Und über die typisch verweichlichte Antwort der EU – wenn es denn tatsächlich eine gibt.

Aber ich schätze, das interessiert keinen. Deutsche werden weiter ihre Wochenenden in London verbringen und die Queen und ihre rassistische Familie anschmachten, und ihre Urlaube in Schottland verbringen wo sie die Destillerien leer saufen, statt dem britischen Großkapital endlich mal dahin zu treten, wo es weh tut. Die Tories ruinieren nicht nur das eigene Land, sondern auch den europäischen Gedanken. Und das mit purer Absicht. Ich weiß, wovon ich rede, bin ja selbst halbe Engländerin und habe lange genug dort gelebt.

Aber nein, darüber schreibe ich heute nicht.

Meine Gedanken kreisen gerade mehr um die kleine Eva, deren Rabenmutter sie hier zurückgelassen hat, damit ich ihr erklären darf, dass wir uns wohl künftig nicht mehr oder zumindest kaum noch sehen werden. Zur Ehrenrettung Gabbys muss ich aber sagen, dass sie zu einem dringenden Dreh nach Europa unterwegs ist und die Kleine sowieso für diese Zeit bei uns geblieben wäre. Außerdem wohnt Eva ja (noch) hier und ihr Privatlehrer kommt auch jeden Tag zu uns.

Wie macht man das: einer inzwischen Siebenjährigen erklären, dass ihre Mutter ihren „Captain“ verlassen hat oder umgekehrt? Zugegeben, ich bin etwas ratlos. ICH, Tammy!

Wenn es nur darum geht, ihr es einfach zu sagen, habe ich natürlich keine Probleme: „Deine elitäre, eingebildete Schlampe von Mutter, fickt jetzt einen Typ und lässt mich die Drecksarbeit mit ihrem vorlauten Balg machen.“ Okay, das wäre nicht hundertprozentig korrekt. Die Trennung hatte ja nicht wirklich mit Gabbys Schwanzgeilheit zu tun, sondern mit der Tatsache, dass sie mir verbieten will, richtige Flugzeuge zu fliegen. Aber ein klein wenig schummeln, kann ja nicht schaden, richtig?

Aber mal ernsthaft: Wie sag ich’s meinem Kinde? Hat da jemand Erfahrung? Zumal die Kleine mich inzwischen besser leiden kann, als ihr blond gefärbtes Muttertier (was ja nun wirklich kein Wunder ist).

Und es stellt sich auch eine andere Frage: Wie fülle ich die Leere in diesem Haus, wenn Kakaofresse Eva weg ist?

Wie erklärt man einer Siebenjährigen, dass ihre Mutter ihren „Captain“ verlassen hat?

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. jfriemer sagt:

    Wenn ich mal klugsch… darf (was ich als Vater ja darf): Setz dich mit Eva zusammen, erläutere die Sachen mit ihr (möglichst schimpfwortfrei :D) und hör ihr zu… Auch wenn sie manches noch schwer verstehen, haben sie eine riesen Intuition.
    Ich hab manches meinem Sohn erklären wollen und im 3. Halbsatz hab ich dann oft erst gerafft, dass er nur mehr wartet, bis ich endlich fertig bin 😀

    Gefällt 1 Person

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