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Mutterhormone

Oxycodon ist auf dem Rückzug.

Heißt, ich versuche das Zeug auszuschleichen. Natürlich knallen jetzt die Entzugserscheinungen rein: Schlaflosigkeit, Zittern und vor allem Fliegen auf Wolke Dreizehn. Badabumm!

Egal, die spätere annähernde Schmerzlosigkeit war es wert. Die Schmerzen kommen jetzt natürlich zurück, doch was geblieben ist, lässt sich aushalten. Ich kann sogar teilweise wieder über Sex nachdenken: Opiode gehen, Hormone kommen.

Auch schon was.

Wo war ich im normalen Leben stehengeblieben? Ach ja: das Thema „live sucks“. Ja, das tut es immer noch. Aber was soll’s: ich habe ja meinen fairen Anteil an Glück im Leben gehabt. Nicht, dass es jetzt keines mehr geben würde, doch man muss akzeptieren, dass nicht immer alles so funktioniert, wie man es gerne hätte.

Das Problem hat Bestand: Ich weiß immer noch nicht, was ich machen soll. Momentan herrscht auf diesem Gebiet zwischen Joana und mir eher schweigen. Das ist wahrscheinlich ganz gut so, denn dann sind wir in der Lage Atem zu holen und gewisse Dinge zu überdenken. Es ist wichtig zwischendurch Atem zu holen. Das ist es ja immer und überall und bei allem. Das gilt auch für Probleme in der Partnerschaft. Oder vielleicht sogar gerade für Probleme in der Partnerschaft.
Bei all dem, darf ich nicht vergessen, dass Joana und ich schon des Öfteren vor Schwierigkeiten gestanden haben. So ist das eben, wenn aus der besten Freundin eine beste Freundin mit Benefits geworden ist. Nun könnte man sagen, das sollte man niemals machen, doch – manche Dinge ergeben sich einfach, und manche Dinge sollen eben einfach sein!
Und ganz klar: es war nicht nur ich, die diesen Schritt gehen wollte. Joana hat genauso dazu beigetragen. Aber wie das so ist im Leben, die Realität holt einen irgendwann dann doch ein, so wie jetzt. Zwischen uns hat sich tatsächlich nichts geändert – aber genau das ist das Problem.

Naja, ich könnte mich jetzt noch stundenlang darüber auslassen, doch es bringt nichts, solange wir eigentlich gar nicht wissen, wie wir der Sache begegnen sollen. Für den Moment heißt das einfach: abwarten. Warten bis wir beide die Sache ein wenig verdaut haben, und wir beide besser in der Lage sind aufeinander zu zugehen, denn darauf läuft es im Endeffekt hinaus.

Genug mit Problemen.

Die Diamond steht natürlich immer noch in der Ecke. Bzw. im Hangar. Nicht, dass ich besonders heiß darauf wäre, einen fliegenden Computer zu bedienen, doch was man besitzt, möchte man schließlich auch irgendwann einmal benutzen.
Und wenn ich ehrlich sein soll, will ich auch herausfinden, ob die Sache doch ein wenig Spaß bringen kann. Schließlich ist auch die Dash8 ohne ihre Bordcomputer nicht flugfähig. Aber irgendwie ist es schon etwas Anderes, denn die Bombardier ist schließlich eine Art berufliches Werkzeug und die Diamond mein ganz privates Flugzeug. Und ich bin eben nun mal ein Fan von Oldtimern. Zumindest in der Luft.

Aber nicht schon wieder diese Litanei … Was ich eigentlich nur sagen wollte, ist, dass ich aufgrund der dämlichen Schulterverletzung, immer noch nicht in der Lage war, mein neues Flugzeug aus dem Hangar zu holen. Aber das wird sich hoffentlich in den nächsten zwei oder drei Tagen ändern.

Am Wochenende soll ich übrigens Eva in New York abholen. Endlich! Wie ich das mache, weiß ich allerdings noch nicht so genau. Auf jeden Fall habe ich keine Lust mich in ein Linienflugzeug zu setzen und damit die gesamten Staaten zu überqueren. Also werde ich wohl oder übel meine Schwester fragen müssen, damit sie mir entweder einen der Firmenjets bereitstellen lässt, oder ich vielleicht sogar einen Passagierflug an die Ostküste übernehmen kann. Auf einen kleinen Businessjet hätte ich schon einmal wieder Lust.

Wobei das Wichtigste ist, dass Eva wieder bei uns ist, denn sie hat mir die vergangene Woche doch sehr gefehlt. Ich weiß auch nicht, wie das kleine Biest das immer schafft. Das mit den Kindern ist schon eine seltsame Sache … Was wahrscheinlich daran liegt, dass auch mir diese dämlichen Mutterhormone nicht abgehen. (Ich kann mich nur besser dagegen wehren.)

Beziehungsgeschichten, Flugzeugkomplikationen, Mutterhormone – frau hat es nicht leicht.

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