Starfuck

Eigentlich ist es ja wenig verantwortlich, Sex mit Miriam zu haben. Einer Sängerin, die für ihr exzessives Sexleben bekannt ist und es nicht (mehr) für angebracht hält, sich auf einen festen Partner zu beschränken.

Andererseits ist da mein schier unüberwindlicher Drang nach Berühmtheiten. (Ich möchte wirklich gerne wissen, welches Arschloch in meinem Stammbaum für die Vererbung dieser Sucht verantwortlich ist.)

Miriam ist dabei nahezu die Krönung – zumindest musiktechnisch gesehen. Sie gehört zu den ganz wenigen, mit denen ich durchbrennen würde. Ausserdem ist sie eine sexuelle Freibeuterin und der schiere Wahnsinn in Experimentierfreudigkeit. Sie treibt es mit so unglaublicher Hemmungslosigkeit – und nicht existentem Schamgefühl – dass ich mir manchmal dagegen wie eine katholische Jungfrau  vorkomme.

Andererseits verlangen Gabby und ich für jeden neuen Dreier (oder Vierer) einen frischen Coronatest und eine nahezu eidesstattliche Versicherung von ihr, dass, wenn sie sich Schwänze einverleibt, sie es nur mit Kondomen macht.

Ist natürlich auch keine Garantie.

Andererseits schlafen auch Joana und Gabby hin und wieder mit Typen, doch bei ihnen weiß ich, dass der Kreis ihrer Stecher klein bleibt und aus Kollegen besteht, die ohnehin einmal die Woche getestet werden.

Doch auch hier: keine Garantie.

Wie sich das mit den aktuellen Kontaktbeschränkungen – ob empfohlen oder verordnet – vereinbaren lässt?

Wenig bis gar nicht.

Aber was soll ich machen? Wenn ich eine weibliche Berühmtheit sehe, falle ich nach hinten und meine Beine öffnen sich wie gut geschmierte, automatische Garagentore. Bereit zum Einfahrenlassen. Irgendein promiskuitiver Humunkulus drückt sabbernd und grinsend auf eine Fernbedienung.

Immerhin habe ich ihn soweit, dass er sich vorher noch ganz kurz mit dem Vernunftzentrum meines Hirns bespricht. Was nicht allzuviel bringt, doch wenigstens verzögert es den Vorgang um ein paar Sekunden.

Bin ich stolz auf mich?

Nein.

Aber ich verkehre in (und mit) den falschen Kreisen.

Ich will es sicher nicht auf die Hormone schieben – doch ich habe eindeutig zuviele davon.

Und außerdem einen total versauten Humunkulus!

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