Sabsch

Arbeiten. Das Konzept des Lebens habe ich bis heute noch nicht richtig verstanden.

Wir werden geboren, müssen Dinge tun, die wir nicht ausstehen können, nur um am Ende elend zu krepieren. So funktioniert das doch in der Regel. Den Einen trifft es mehr, den Anderen weniger. Aber das Prinzip ist immer das Gleiche.

Jetzt mag mancher sagen, dass ICH mich ja wohl nicht beschweren müsse. Dem kann ich nur entgegnen, dass er mein Tagebuch besser genauer lesen sollte. Ich mag zwar nicht unbedingt das arbeiten müssen, was ich nicht ausstehen kann, dafür gibt es Anderes, was in keiner Weise spaßig für mich ist. Das ist allerdings gar nicht das Thema hier. Wer das genauer wissen will, blättert einfach ein paar hundert Einträge zurück, oder entdeckt im nächsten Leben mein Tagebuch gefälligst früher!

Worauf wollte ich eigentlich hinaus?

Egal. Vergessen.

Auf jeden Fall nutze ich meine Möglichkeiten so gut es geht, um es mir in diesem Leben so angenehm wie möglich zu machen, Andere tun das ja auch.

Zum Beispiel die Sängerin X, die neulich bei unserem BBQ war. Sie hat mich zu sich eingeladen. Mich, nicht uns. Was wollen die Weiber denn eigentlich alle von mir? Hat sich irgendwie herumgesprochen, dass ich vollkommen tabulos bin? Oder „versaut“, wie manche sagen?

„Willst du mir vielleicht an die Wäsche?“, frage ich misstrauisch.

„Hast du welche an?“

Der Punkt geht an sie.

„Meistens.“

„Wie schade…“

Ich muss wirklich zugeben, dass die Frau mir imponiert – und zwar nicht nur wegen ihrer Stimme und neuerdings auch wegen ihrer Musik. Nein, der Punkt ist, dass sie offenbar noch mehr Sex im Kopf hat als ich. Wobei das nicht möglich sei, wie Joana steif und fest behauptet.

Tatsächlich laufe ich nicht gerne ohne Höschen oder zumindest String unter den Klamotten herum. Was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich mir dann ständig alles versaue.

Das würde sie kennen, sagt X. Aber sie würde sich einfach nicht daran stören.

Ich schon. Ich hasse es, wenn der Sabsch überall dranhängt.

„Ich würde ihn ablecken“, lächelt X.

Das glaube ich ihr aufs Wort, zumal das Zeug gar nicht mal so schlecht schmeckt. Eher irgendwie neutral.

„Also?“

„Also was?“

„Wann darf ich das Zeug ablecken?“

Na, wenn sie mich so lieb fragt…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s