Joana kommt

Ich habe mich von unserer kleinen Feier verabschieden müssen, ich bin einfach zu müde. Jetzt sitze ich in meinem Zimmer und schaue raus aufs Meer. (Ja, unsere Suite hat Zimmer. Solange ich es nicht bezahlen muss…)

Die Stimmung ist ohnehin etwas gedrückt, weil wir uns nicht einigen können, wohin unsere Reise gehen wird. Außerdem gefällt es keiner von uns, dass Joana nicht hier ist, bzw. nicht mit uns geht.

Schon komisch, wenn mehrere Frauen so gut miteinander können…

Gabby stimmt allerdings mit mir überein, dass es höchste Zeit ist hier zu verschwinden – Biden hin, Biden her. Die Luft in den Staaten ist verseucht und verpestet und keine von uns hat Lust den Scheiß noch weiter einzuatmen.

Joana hingegen ist wie immer optimistisch und ist überzeugt, dass die Dinge sich jetzt zum Positiven ändern werden. Biden wird es schon richten.

Mein Problem mit den USA ist allerdings ein schwerwiegenderes: Die Menschen hier sind größenwahnsinnig und das wird auch der neue Präsident nicht ändern! Außerdem ist die Spaltung der Gesellschaft so groß geworden wie nie zuvor. Ich glaube, das Erste, was die Leute sich fragen, wenn sie einen Menschen sehen, ist, ob er Demokrat oder Republikaner ist und danach richtet sich dann alles weitere. Nicht wie früher, als man ganz unschuldig darüber nachgedacht hat, wie er oder sie wohl beim Masturbieren aussieht.

(Ich sehe übrigens geil dabei aus, so richtig mit Räkeln, Zucken und lautem Stöhnen und so.)

Außerdem bin ich weder Republikanerin noch Demokratin, falls es jemanden interessieren sollte. Ich bin Grüne. Schon immer gewesen. Und ja: die gibt es auch in den USA. Und in England. Und in Deutschland, klar.

Abgesehen davon, dass ich nicht mit allem übereinstimme, was grüne Politiker so von sich geben, bin ich mit meiner Einstellung ganz zufrieden. Nicht, dass ich besonders engagiert wäre, bewahre, nichts liegt mir ferner. Aber jeder braucht doch so eine Art politische Heimat. Außerdem ist grün heute eine meiner beiden Lieblingsfarben. (Die andere ist orange. Kaum zu glauben, oder?)

Wobei mir aufgefallen ist, dass grüne Vibratoren echt schwer zu bekommen sind. Warum? Weil grüne Weiber durchweg befriedigter sind? Oder einfach nur flinkere Finger haben?

Ich habe für Bernie gespendet, dann für Biden. Beides nur, damit Trump endlich in das Klo der Geschichte gespült wird. Sonst spende ich für Obdachlose. (Jeder sollte ja ein Thema haben, für dass er regelmäßig ein wenig von seinem Schwerverdienten abzweigt, richtig? Seien es nun ein Dollar oder tausend. Der Gedanke macht’s.)

Jetzt gerade habe ich wieder die Finger zwischen meinen Beinen. Die von der linken Hand, die Schmerzen in der Schulter sind weniger geworden. Mit der Rechten tippe ich auf dem Handy, wobei ich immer mehr korrigieren muss, weil ich immer zappeliger werde. Und nasser. Keine Ahnung warum eigentlich. Ich denke an nichts Bestimmtes. Jedenfalls nicht wirklich an Sex. Aber es geht auch so bei mir. Ich kann an Lasagne denken und einen Orgasmus bekommen. Oder an Lachsschinken. Oder an Volksbefragungen, ganz egal. Ich kann meine Finger gar nicht so schnell hineinstecken, wie ich nass werde! (Eigentlich eine feine Sache.) Während des Orgasmus sehe ich dann aber eigentlich immer Joana vor mir. Schon schräg.

Ich muss jetzt aufhören: Joana kommt.

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