Zum Inhalt springen

Für Boote muss ich mich nicht ausziehen

Schlaf gibt es erst morgen Früh.

Die Ereignisse überschlagen sich hier. Während Trump versucht die einzelnen Regierungen der republikanischen swing states zu erpressen, damit sie im Dezember republikanische Wahlmänner statt der vorgeschriebenen demokratischen nach Washington schicken, tanzt hier in Südkalifornien ein ganz anderer Bär: „Nächtliche Ausgangssperre“ heißt er und stört meine Kreise!

Das reicht dann jetzt mal!

Ich muss mir keine Trumpers mehr antun, die die ganzen USA mit Covid-19 anstecken; ich muss mir Trump selbst nicht mehr antun und schon erst recht keine nächtliche Ausgangssperre wegen diesen Arschlöchern!

Gesund zu bleiben ist hier ein verdammtes Glücksspiel.

Mazikeen und ich fliegen morgen nach Florida, um dort Gabby und Eva zu treffen, damit wir gemeinsam besprechen können, wie es weitergeht. Denn ich habe nicht mehr vor, hierzubleiben. Was zuviel ist, ist zuviel! Natürlich ist mein Dämon an meiner Seite und ich bin schon ein klein wenig verwundert, dass auch Gabby dabei ist. Meine beste Freundin Joana hingegen, bleibt – vorerst – in Palm Springs. Ich nehme aber an, dass sie sich eher in ihre Villa in Bel Air zurückziehen wird. (Wobei ich ziemlich sicher bin, dass sie so oft sie kann, zu Besuch kommt.)

Warum Florida?

Mazikeen hat von einer Freundin einen Katamaran ausgeliehen (Ich und ein Katamaran! Yuck!), mit dem wir erst einmal die Keys entlangsegeln werden, weil mein Dämon in Key West ein Boot gefunden hat, das sie uns zeigen möchte. Ich möchte jedoch bezweifeln, dass es etwas für uns ist. Wir werden sehen.

Nach wie vor stehen immer noch Kanada, Norwegen, Sardinien und Gotland als neue Heimat zur Auswahl. Allerdings hängt es wohl auch ein wenig davon ab, wo wir das passende Boot finden können. Eine Hallberg-Rassy wird es wohl auch diesmal nicht werden; ich denke eher in die Richtung einer Decksalon Segelyacht. Neuere Modelle dieses Bootstyps sind allerdings eher schwierig zu finden. Warum Decksalon? Weil es Winter wird und ich keine Lust habe, dass mir Eiszapfen von den Wimpern hängen, weil ich die ganze Zeit auf Achtern an einem Ruder im Freien stehen muss.

Meine Schwester ist natürlich stinksauer. I fucking don’t care! Natürlich muss sie in den Staaten bleiben, denn als CEO kann sie die Firma nicht einfach verlassen. Ich schon. Ich fliege ja nur ihre Flugzeuge.

Trotzdem schickt sie mir einen kleinen Jet, der uns nach Fort Myers bringen wird. Natürlich will sie nicht, dass ich mich in einem Airliner anstecke. Danke dafür, Schwesterchen. In einer Embraer 300 kann man ganz bequem schlafen (und Sonstiges machen natürlich auch). Ohne Betten zwar, aber auf ultragemütlichen Sitzen. Außerdem schafft die Maschine es ohne Zwischenstopp nach Florida.

Um das noch einmal klarzustellen: Ich flüchte weder vor Ausgangssperren, dem Virus selbst und schon gar nicht vor den Bekloppten. Bewaffnet bin ich selbst.

Ich muss mir das nur alles nicht mehr antun! Warum sollte ich auch? Ich kann auch anders und das nutze ich. Vor allem wenn mein Dämon ein Boot kauft und ich nur die Unterhaltskosten zahlen muss. „Ich weiß zwar noch nicht, wie ich das mache“, sagt sie: „Doch mir wird schon etwas einfallen.“ Gute Einstellung. Aber nachdem Gabby jetzt ebenfalls mit von der Partie ist, muss sie sich vermutlich gar nicht mehr viel einfallen lassen.

Am liebsten wäre mir nach wie vor Kanada. Leider ist man dort von den Staaten eingekreist und irgendwie habe ich auch nicht wirklich auf die endlosen Weiten des Pazifik Lust. Weiter draußen wird es zwar schön warm, aber auch wochenlang ganz schön langweilig. Wenn einem nicht gerade ein Typhoon versenkt. Außerdem will ich ja in die Kälte. Oberhalb von Seattle kommt allerdings leider nicht mehr viel Kanada, sondern ganz schnell Trump-Country Alaska.

Mein Vater sagt, so traumhafte Landschaften wie in Squamish/Kanada, gäbe es in Norwegen an jeder Ecke. Auch die Sache mit der Demokratie, den vielen Elektroautos und dem Nicht-Populismus, spricht eindeutig für die Fjorde im Norden Europas. Außerdem gibt es dort nicht so viele Menschen. Nicht nur im Covid-Zeitalter ein Vorteil. Und die USA mit Trump, den Verschwörungsfanatikern und den Atomraketen sind ein paar tausend Meilen entfernt.

Letztlich kommt wohl alles auf das Boot an. Ist wie Würfeln. Nur muss ich mich für die Bootssache nicht nach und nach ausziehen. Für’s Würfeln in der Regel schon.

Mit meinem Spieleglück ist es nicht so weit her.

Schluss mit Arbeit. Ab in den Dauerurlaub!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: