Weil ich Pornos mag

Nein, niemand soll Körperteile zeigen müssen, die er verstecken will. Ich weiß ja, dass das Körperbewusstsein ungerecht verteilt wurde. (Manche sagen, die Körper auch.)

Aber wir sollten auch nicht darauf trainiert werden, das zu verstecken, was uns gefällt!

Dabei fällt mir ein Schlagwort ein, dass mir tatsächlich erst vor einigen Tagen das erste Mal begegnet ist: Antifeminismus. Wahrscheinlich war ich so etwas wie betriebsblind, weil es mir nicht aufgefallen ist. Soll ja vorkommen.

Angeblich bin ich nämlich sowas: eine Antifeministin.

Weil ich nicht mit allen Ideen der heutigen Geschlechtskämpferinnen konform gehe.

Weil ich gerne Offenherziges trage.

Weil ich gerne nackt tanze.

Weil ich Pornos mag.

Weil ich nichts gegen das Wort „Mädchen“ habe.

Weil Prostitution legal sein sollte.

Weil ich mich gegen die Zwangsfeminisierung der deutschen Sprache wende.

Weil ich ordinär manchmal durchaus sexy finde.

Weil ich sage, dass man durch manche Gegenden besser nicht im Ultramini läuft und, meiner Ansicht nach, extremer Alkoholgenuss von Solodamen in Begleitung ausgehungerter Lebenslänglicher durchaus zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen kann.

Weil ich 13jährigen eben nicht erlauben würde, herumzulaufen wie ich.

Weil ich dieser #metoo-Sache nicht negativ, doch durchaus manchmal ein wenig skeptisch gegenüber stehe.

Weil ich überzeugt bin, dass auch bei Vergewaltigungen der Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung gelten muss und Menschen – selbst Männer – nicht aufgrund bloßer Anschuldigungen an den Pranger gestellt werden dürfen. (Ja, gerade ICH!)

Weil ich manchmal Make-up ziemlich cool finde (außer, wenn die Gaga versucht es Schulkindern anzudrehen).

Weil ich früher tierisch gerne auf meine Plateaus geklettert bin. Heute finde ich mich zu alt dafür. Außerdem tun mir die Füße weh.

Weil ich es manchmal durchaus mag, wenn mir jemand in einer Kneipe auf den Arsch haut. Es sei denn, es ist ein Mann.

Weil ich niemals jemanden ernsthaft anbaggern würde.

Weil ich meine Finger- und Fußnägel und meine Lippen anmale.

Weil ich den BH nicht wegen der Frauenbefreiung weglasse, sondern damit meine Titten besser schwingen können.

Ach, ich könnte noch ewig so weitermachen… Ich mag es eben, anders als ein Mann zu sein – und zwar nach meiner Vorstellung. Ich habe meine eigenen Ideen und lasse mich weder in die 50er-Jahre-Frauenrolle einschubladen, noch in den heutigen #metoo-Feminismus.

Ich mache eben, was ich will. Und wenn mich deshalb jemand „Antifeministin“ nennen will – so sei es.

Ich gehe jetzt ficken.

Let ‚em swing

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. 64er sagt:

    Viel Spaß dabei!

    Im Übrigen wunderei ch mich mit welcher Selbstherrlichkeit sogenannte wirkliche Feministinnen Frauen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben.
    Vielleicht sollten diese Personen sich mal mit der russischen Geschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigen oder auch nur mal „Animal Farm“ lesen.

    Gefällt mir

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