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Masturbationstabu

Eigentlich wollte ich darüber schreiben, ob man Mösen als „hübsch“ oder „sexy“ bezeichnen kann. Aber dann kam mir ein anderer Gedanke.

Beziehungsweise, meine exzessive Selbstbefriedigung gestern Nacht kam mir in den Sinn. Und mit ihr der Gedanke, wieviel weniger aufregend mein Leben ohne Masturbieren sein würde. Und wie schade ich es finde, dass manche Frauen mit ihrem eigenen Körper und seinen Bedürfnissen ein Problem haben. Wie sehr sie versuchen, seine Bedürfnisse zu unterdrücken. Nicht falsch verstehen: So gut wie alle tun „es“ – natürlich – doch manche machen es mit schlechtem Gewissen oder versuchen sogar es vor sich selbst zu verheimlichen.

Ich spreche nicht von Männern, nicht weil es bei ihnen anders wäre, sondern weil Typen einfach nicht mein Thema sind. Jedenfalls in diesem Zusammenhang nicht.

Ich spreche auch nicht von der abendlichen „Fingerei“ um besser schlafen zu können, weil die Hormone uns terrorisieren.

Nein, ich rede vom geplanten, exzessiven und feierlichen Masturbieren.

Manche Frauen machen das mit Kerzen und Düften und leiser Musik in ihren Badewannen, andere mit Batterien von Dildos – oder dem einen, innig geliebten – und die glücklichen, tabubefreiten tun es mit den abenteuerlichsten Fickmaschinen. Mit oder ohne Sexpuppen. Mit oder ohne Pornos, mit oder ohne romantische oder offenherzige Bücher. Mit oder ohne die wildesten Fantasien im Kopf.

Das ist die Art von Masturbation, von der ich hier spreche.

Die Ruhe nach dem Sturm

Natürlich macht es keine Frau: Exzessives Masturbieren ist Bäh und darüber sprechen ist ein No-go.

Selbstverständlich: Ein bisschen Privatsphäre muß schon bleiben dürfen. Andererseits: Wie sollen andere Frauen lernen, was alles möglich ist, oder die ganz verschämten gar erfahren, dass nichts, aber auch gar nichts am Körper- und Seelenpflaster der weiblichen Selbstbefriedigung „Bäh“ ist?

Natürlich sollten Frau Hinz und Fräulein Kunz keine ganzseitigen Inserate schalten, die ihre persönlichen Masturbationsmethoden beschreiben. Aber was ist eigentlich gegen Informations- und Erfahrungsaustausch im Freundeskreis zu sagen? Frauen schnattern doch sonst über jedes, noch so intimes Detail ihres Sexuallebens! Und zwar nicht nur mit der aktuellen Partnerin.

Zugegeben: Niemand geht etwas an, was wir in den eigenen vier Wänden oder im Hotelzimmer tun. Ich finde es lediglich traurig, dass gerade ein so interessanter und aufregender Teil unseres Privatlebens derart taburisiert ist.

Außerdem: Wo sind die Bücher, die das Thema behandeln und es eben NICHT verschämt auslassen oder dümmlich verklären? (Von den Filmen will ich gar nicht erst anfangen!) Wir dürfen uns gegenseitig die Finger in die Fotzen stecken und darüber reden, doch sobald es um den Dildo geht, den wir uns feierlich selbst hineingeschoben haben, werden wir selbstzensiert.

Ich habe mir fest vorgenommen, das zu ändern: Ich bin sicher, dass das Thema ein Bestandteil von einem meiner nächsten Bücher werden wird.

Ich finde exzessive Selbstbefriedigung hochgradig spannend und aufregend, höchst interessant und extrem erotisch.

Und jetzt entschuldigt bitte, ich muss meine Fickmaschine ölen.

Überraschung: Alle Frauen tun es!

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