Maskenlos ist das neue Oben ohne

Das Virus geht mir echt auf den Keks. Immer mehr! (Immer öfter übrigens auch.)

Für morgen haben wir spontane Fotos geplant, auf denen ich halb-, zwei Drittel- oder ganz nackt durch die Straßen von Hollywood laufe.

Eigentlich ist das ziemlich easy going – mit einem Fotografen und zwei von uns, die Wache stehen.

Hose runter in Hauseingängen, z.B. oder Teleaufnahmen in leeren Seitenstraßen, oben ohne mit unscharfen Menschengruppen im Hintergrund. Im Rock breitbeinig in der Fußgängerzone auf einer Bank sitzen – sowas eben. Wer hat das noch nicht gemacht?

Leider kommen uns jetzt die Scheiß-Masken in die Quere. Es ist ja nicht nur so, dass ich gerne mein eigenes Gesicht auf meinem eigenen Körper sehen möchte, sondern hier sind auch jede Menge andere Menschen mit diesen elenden Stofffetzen vor Mund und Nase unterwegs.

Klar, sie helfen gegen die Virenverbreitung, doch sie versauen uns auch die Fotos!

Möglichkeit: Für den Stoff in der Fresse packt jede Fußgängerin zum Ausgleich eine Titte aus. Aber wer macht das schon? Und will man wirklich die Möpse von jeder Passantin sehen?

Okay, war ein dummer Witz. (Aber das Bild stelle ich mir schon krass cool vor.)

Zurück zu meinen eigenen Bildern: Auch wenn Maskenfotos gerade die grosse Masche sind – mir gefallen sie nicht.

Leider gibt es wenig Alternativen. Man könnte sich natürlich auch mit nacktem Mund in dunklen, einsamen Ecken fotografieren lassen.

Maskenlos ist das neue Oben ohne.

Nicht mehr Titten sondern Nasen zeigen.

Ich finde es doof. Was interessieren mich eure Fressen, wenn ich eure Möpse sehen könnte?

Schweife ich ab? Schon irgendwie.

Es geht ja um meine nackte Haut und nicht um eure.

Natürlich gibt es in Hollywood (noch) keine Maskenpflicht im Freien. Doch man hat das Gefühl, es gäbe sie. Die Menschen hier sind im Schnitt etwas intelligenter, deswegen sieht man hier so gut wie nie die roten Mützchen und noch viel seltener die Dumpfbackenjüngersymbole von Q. Deshalb gehören die bunten Masken hier schon zum guten Ton. Ich habe das Gefühl, hier wird man eher schief angeschaut, wenn man die Maske weglässt als Shirt und BH. Vielleicht sollte ich genau das ausnutzen?

Der Punkt ist, einer Exhibitionistin hilft es nicht wirklich, die Maske wegzulassen – die Kleidung muss es sein.

Maskenlos macht mich nicht an, es macht mir Angst. Bei Tittenfrei ist es umgekehrt.

Also was tun? Ich weiß es noch nicht. Sex- und Pornofotos mit Maske jedenfalls, finde ich doof.

Vielleicht drehe ich mich einfach um und zeige diesmal nur meinen nackten Arsch.

„Dann sind die Bilder auch besser ausgefüllt“, meint Joana.

Grummel.

Jetzt gehe ich schlafen. Vorher muss ich allerdings noch Joanas Hand in einen Eimer mit lauwarmem Wasser hängen.

Was interessieren mich eure Fressen, wenn ich eure Möpse sehen könnte?

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