Bis zur Hölle und zurück

Manchmal stelle ich mir die Frage, was für Beziehungen ich eigentlich zu meinen Frauen habe.

Bei Mazikeen ist die Antwort ganz einfach: Sie ist mein lebenslanger Dämon, der anderen das Leben zur Hölle macht, wenn sie mir auf die Nerven gehen. Lebenslang? Bis zur Hölle und zurück.

Bei Joana und Gabby wird die Sache schon komplizierter.

Joana ist meine beste Freundin mit Benefiz. So weit, so gut. Die Frage, die sich mir nur immer wieder stellt, ist: Wie lange noch? Denn richtig hetero zu sein und ständig Sex mit einer Frau zu haben, nur weil es die beste Freundin ist und man Angst hat, sie sonst zu verlieren, ist nicht unbedingt die beste Basis für eine lebenslange Freundschaft. Wie auch immer: Ich jedenfalls liebe Joana abgöttisch – und das schon seit meinen Teenjahren. Aber offenbar nicht abgöttisch genug, um auf den Sex mit ihr verzichten zu wollen.

Und Gabby? Abgesehen davon, dass sie ganz neu in meinem Leben ist und ich alleine schon deshalb mit ihr ficken muss, weil sie geil große Titten hat und – davon abgesehen – eine der schärfsten Schauspielerinnen der Welt ist, kann ich nur sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie wir zueinander stehen.

Sie – und damit auch ihre Tochter – hat sich zu einem festen Bestandteil meines Lebens entwickelt. Wie das so schnell passieren konnte – keine Ahnung. Liebe ich sie? Ihren Body und ihre Filmrollen ganz bestimmt. Aber sie als Mensch? (Manchmal frage ich mich, ob es da eigentlich einen Unterschied gibt!) Gabby und ihre Tochter sind ständig bei uns – da ist es, dieses „uns“; gemeint sind Mazikeen, Joana und ich – aber warum weiß ich eigentlich nicht so genau. Wen ich tatsächlich liebe, ist ihre Tochter, doch platonisch gilt nicht. Hier geht es um Frauen-, nicht um Kinderliebe.

Auch klar: Würde Gabby plötzlich fehlen, würde es ein Loch in mein Leben reißen.

Vielleicht hängt meine Unsicherheit damit zusammen, dass sie nicht einfach in mein Leben geknallt ist, und ich mich nicht auf der Stelle gnadenlos in sie verliebt habe. Mit Gabby war das Thema immer nur der Sex gewesen. Aber auch bei ihr das gleiche Muster: Sie ist hetero.

Und das muss ich dann auch wieder nicht kapieren.

Gibt es die eine große Liebe? Oder besser: gibt es sie für mich?

Mein Beziehungsstatus: unklar.

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