Lesbisch verkauft sich gut

Ich bin frustriert. Nach dem Kommentar einer kleinen, blonden, süßen Leseratte, bin ich frustriert.

Sie hat absolut Recht: Warum kann man heute kein Buch mehr unters Volk bringen, wenn man nicht „Tittenfick“ und „Lesbisch“ draufschreibt und gleich auch noch vier Möpse oder zwei knutschende Weiber auf dem Cover zeigt?

Antwort: Weil Frauen gerne von besseren Küssen träumen (oder wissen möchten, wie sich fremde Titten anfühlen) und Männer den Drang haben auf knutschende Weiber zu spritzen. (Wobei doch die allermeisten von uns das Zeug wirklich eklig finden.)

Ehrlich: Ich finde Buchcover heutzutage einfach zum Kotzen!

Es war ein langer Prozess gewesen, das Cover von „J. – Forever“, zusammen mit einigen Testleserinnen, auszuwählen. Es standen einige zur Auswahl.

Der Erfolg meiner Novelle „Irren ist lesbisch“ macht mich ärgerlich. Im Prinzip geht es darin ums Pipi abwischen und die Nachwirkungen einer Geburtstagsfeier. Ganz nett, doch wenig gehaltvoll.

Ein erotisches Geschichtchen eben. Leichte Vibratorenkost.

Nach diesem – späten – Erfolg änderte man mir die Cover aller Bücher, nur „J. – Forever“ konnte ich (bis jetzt) vor diesem Schicksal bewahren. Ich bin sicher, dass in spätestens einem Jahr eine revisionierte Ausgabe mit zwei knutschenden Weibern auf dem Cover und einem Untertitel wie „Wenn Weiber knutschen“ erscheint. (Nach einem harten, blutigen Kampf.)

Immerhin konnte ich bei „Bella und die Frau im Himmel“ ein Einzelweib durchsetzen. Alle anderen meiner Bücher haben jetzt Cover nach dem Motto „Lesbisch verkauft sich gut“.

Ich kotze!

Ich muss es betonen (auch wenn das von der Autorin ein wenig armselig klingen mag): „J. – Forever“ ist ein gutes Buch und ich bin stolz darauf! Und kein Titel hätte es besser treffen können.

Vor allem ist es MEIN Buch und in großen Zügen MEINE Geschichte. Aber vor allem sind es MEINE Gefühle, die darin dominieren.

„J. – Forever“ ist das absolut Beste, was ich je geschrieben habe und – ganz ehrlich – derzeit liegt der nächste richtige Roman ein wenig auf Eis, weil ich mich nicht herantraue, weil ich nicht nicht weiß, wie ich den Standard von „J. – Forever“ wieder erreichen soll.

„J. – Forever“ ist mehr als nur eine Geschichte. Das Buch bricht mit den üblichen Romantraditionen, was Themenmix und Handlungsstränge angeht. Und es schockiert von Anfang bis Ende.

Und es ist ein wirklich dicker Wälzer geworden, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu schreiben!

War mir bislang „Bella“ das Liebste meiner Bücher (wegen der ungewöhnlich durchgeknallten, sexy Geschichte mit ihrer aufregenden Beziehungsdynamik) so ist es heute ohne Frage „J. – Forever“.

Wer ein angehender „Forever-Fan“ ist, sollte sich beeilen, falls er die Erstausgabe besitzen will – ich bin nicht sicher, wie lange das echte, das einzig jemals passende Cover, noch bestehen bleibt.

Nein, dies sollte kein Werbetext für meinen jüngsten Roman werden. Denkt was ihr wollt, es ist mir egal. Es sind lediglich meine Gedanken und Gefühle zu dem Thema. Und manchmal reicht eben ein Kommentar, um ihnen zum Durchbruch zu verhelfen.

Und wohin gehören meine Gedanken und Gefühle? Richtig, in mein Tagebuch!

Knutschende Weiber verkaufen sich gut
Eine wirklich verrückte Geschichte
MEIN Buch, MEINE Gedanken, MEINE Gefühle, MEIN Buch

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. TipTapping sagt:

    Ich habe mich schon über die neuen Cover gewundert. Dachte du bist kreativ wegen des Blogs 🤣
    Kaum zu fassen, dass sie überarbeitet wurden. Zumal sie vorher zig Mal heißer, erotischer und vor allem authentischer waren!
    Wer bestimmt sowas eigentlich?
    Der Verlag? Wer dahinter?

    Zum Thema J. Forever und neuer Roman.
    Für mich ist J. Forever outstanding, exklusiv, tritt in keinerlei Konkurrenz mit anderen „Romanen“.

    Ich finde daher nicht, dass du den übertreffen oder nah ran kommen o.ä musst. Selbst wenn du es schaffen solltest eine ähnliche Emotionsfülle hervorzurufen, wird es doch wieder anders sein und auf seine Weise einzigartig. Ich würde J. Forever nicht als neuen Standard sehen, sondern als etwas völlig außergewöhnliches, unnachahmliches.

    Egal was davor war oder was danach kommt, für mich ist dieses Buch einfach völlig „alleinstehend“!

    Gefällt 2 Personen

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