Sex oder Frust?

Wann ich denn wieder vorhätte wieder zu arbeiten, fragt meine Chefin.

Gute Frage. Was antwortet man auf sowas? Nie?

Na ja, stimmt ja in meinem Fall nicht, weil bei mir Arbeiten hauptsächlich Fliegen bedeutet, das ist schon okay. Das Einzige, was mich bei dem Thema stört ist, dass ich, wenn es ums Arbeiten geht, nicht fliegen kann wann ich will und wohin ich will. Außerdem nervt meine „Chefin“ mich immer damit, dass ich bestimmte Flugzeuge übernehmen soll, die ich nicht übernehmen will.

Ob das wohl auch anderen Leuten so geht?

Zum Beispiel will sie unbedingt, dass ich morgen schon die B120 übernehmen und damit nach Edmonton fliegen soll. Also erstens, habe ich morgen definitiv noch keine Lust und außerdem ist mir die Strecke viel zu weit. Vor allem, weil die B120 gerade in San Jose steht und ich sie dort auch noch abholen müsste. Und meine Q400 ist immer noch nicht wieder flugbereit.

Ich hätte viel lieber mal Sex mit meiner Chefin, als mich über solche Unwichtigkeiten streiten zu müssen. Vielleicht gibt es da ja Möglichkeiten für einen Deal?

„Arbeit und Spaß haben nichts miteinander zu tun!“

Jaja… Immerhin gibt sie zu, dass es ihr Spaß machen würde, mit mir Sex zu haben. (Richtigen, meine ich. Nicht nur die Finger in die Möse zu stecken, damit ich mich beruhige.) Sie hat da aber so seltsame Vorstellungen von einem (mindestens) Dreier.

„Weil ich Sex nur zusammen mit meinem Mann habe“, sagt sie. Der Trick ist das Wörtchen „zusammen“. Würde sie es weglassen, wäre sie eine dieser langweiligen Monogamistinnen, schiebt sie es allerdings ein, ergeben sich für sie und ihren Angetrauten völlig neue Möglichkeiten. Leider nicht für mich, denn Sex mit Männern habe ich nur, wenn die Jungs hundertprozentig schwul sind und dann auch nur, wenn sie kurz vorm Sexualtod stehen. Aber das ist ein anderes Thema.

Miranda möchte offensichtlich, dass auch ihr Mann ein wenig von mir abbekommt. Aber das passiert nur, wenn sie Trump zusätzlich zum Papst wählen. Dann lasse ich mich von allem ficken, was zwischen meine Beine will. Bis dahin kommen in meine Möse nur Spielzeuge, Finger und Tampons.

Wie komme ich jetzt eigentlich vom Arbeiten aufs Ficken?

Ach ja: Meine „Chefin“. Ich würde sie schon gerne mal vernaschen! Oder mich vernaschen lassen, wie es ja richtiger heißen müsste. Warum müssen Heteros bei so etwas immer so kompliziert sein?

„Wenn du nicht endlich mal wieder anfängst zu arbeiten, kannst du alles andere sowieso vergessen!“

Wer trennt denn jetzt Arbeiten und Ficken nicht, frage ich mich? Sie oder ich? Egal. Ich bekomme sowieso immer alles was ich will. Jetzt muss ich nur noch daran arbeiten, dass ich es so bekomme wie ich es will und nicht so, wie Miranda es gerne hätte. Was nicht weiter schwierig ist, denke ich, denn so wie ihre Stimme klingt, wenn sie mit mir redet, steht sie gewaltig auf mich. Joana meint, das hätte nichts mit Sex zu tun. Es wäre lediglich unterdrückter Frust, weil ich ihr ununterbrochen widersprechen würde.

Pah! Was versteht Joana schon davon!

Am Wochenende wird sich das herausstellen! Bis dahin werde ich mich erst einmal ausruhen.

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