Zum Inhalt springen

Keine Politik heute

Ich würde ja gerne mal wieder einen politischen Kommentar abgeben, doch das funktioniert einfach nicht.

Alles was hier so passiert, macht mich einfach nur sprachlos. Und ein sprachloser politischer Kommentar macht nicht besonders viel Sinn. Hier ist alles skurril und unfassbar und irgendwie habe ich das Gefühl aus der Zeit gefallen zu sein. Die Vereinigten Staaten haben sich zu einem „Shithole“ entwickelt. Nicht meine Wortkreation, die stammt von Nummer 47. („Präsident“ kann man diese orangefarbene Karikatur eines Möchtegerndiktators ja nicht nennen. Immerhin schafft er es, das Land in Brand zu setzen. Es wird Zeit, dass diesem dauerbeleidigten Mafiaboss mal selbst Feuer unter dem Arsch gemacht wird.)

Jetzt werde ich doch politisch? Quatsch, das ist lediglich Notwehr.

Was viel wichtiger ist: Nachher bin ich endlich aus dem Backofen raus. Ich nehme Eva mit. Die ist nämlich auch schon fast durch. Joana scheint etwas robuster zu sein, die soll ich am Freitag abholen, zusammen mit Miranda und ihrem Mann, während Gabby schon wieder nach NYC unterwegs ist. Und wo lasse ich dann Eva? Soweit ich nämlich zählen kann (es ist nicht weit, ich gebe es zu), sind fünf Leute mindestens einer zuviel für eine viersitzige Bonanza. Was übrigens nicht nur verboten ist, sondern an einen Selbstmordversuch grenzt. Aber sowas überlässt man natürlich mir.

Ich werde den Typ im Backofen lassen, soviel ist klar. Wen denn sonst? Wenn ich das nicht machen würde, könnten die Leute ja nicht mehr wirklich behaupten, ich wäre männerfeindlich.

Apropos männerfeindlich: Männer sind toll! Vor allem, wenn sie vor dem Fernseher herumgrölen, weil irgendwer mit dem Fuß nicht die Lederkugel, sondern einen anderen Mann getroffen hat. Oder wenn sie prügelnd durch die Städte ziehen. Oder irgendwem den Krieg erklären. Oder ungefragt an Frauen herumfummeln. Frauen sind auch toll, doch das liegt meistens an den falschen Klamotten oder einem unpassenden Lippenstift. (Lassen wir mal die Thatcher außer Acht, denn eine große Handtasche macht noch keine Frau.)

War das jetzt männerfeindlich genug?

Genaugenommen mag ich nette, friedliche und intelligente Männer durchaus. Nur nicht in meiner Möse und so. Am liebsten mag ich Männer, wenn sie weit weg sind.

Ich nehme an, das war jetzt auch wieder männerfeindlich. Was soll ich sagen? Bei Typen muss ich immer gleich an Trump denken, obwohl der natürlich kein Mann ist. Womit wir bei der Definition „Mann“ angelangt wären.

Aber das Definieren überlasse ich den Heteroweibern, die verstehen mehr davon.

Wo war ich? Ach ja: Politik.

Gibt’s heute nicht. Sag‘ ich doch!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: