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Nass wie eine streunende Katze

Mit meiner V-Tail Bonanza zurück in Palm Springs, wo mich Joana abgeholt und mir erst einmal die Lippen blutig geküsst hat. Wow! Was für ein Empfang!

Gabby stand grinsend daneben: „Ihr Zwei seid schon ein komisches Paar!“

Vermutlich hat sie Recht: sind wir. Aber ein geiles! Zumindest ich. Ich weiß auch nicht, warum ich ständig so verrückt nach Joana bin, obwohl ich weiß, dass alles, was über das Küssen hinausgeht, gar nicht ihr Ding ist, bzw. sie es lieber mit einem Mann machen würde. Na ja, vielleicht genau deswegen: Eine Herausforderung. Aber nicht nur das: Es macht mich an, dass sie es nur wegen mir tut. Egoistisch? Ich weiß.

Das Zwischenspiel in Joanas Bett (in UNSEREM Bett) hat allerdings nicht sehr lange gedauert, denn meine Chefin ging mir mit Anrufen so auf den Keks, dass ich mich schließlich nach drei Stunden mürrisch auf den Weg in die Firma gemacht habe. Kann frau denn nicht mal in Ruhe von ihrer Freundin gefickt werden?

Mit Kandidaten, die sich als Flugkoordinatoren beworben haben, sprechen… Wie ödig. Und natürlich werden meine schlimmsten Befürchtungen Realität: alles Männer!

„Das ist ein Typ“, sage ich zu Miranda, als der erste vor uns sitzt.

Meine Chefin verdreht die Augen und der Bewerber schaut verdutzt.

„Sie meint es nicht so“, lügt Miranda.

„Wollen wir nachschauen?“, frage ich.

„Tammy, halt den Mund“, sagt Miranda zu der Frau, der die Airline gehört. Interessant. Sowas hat sie noch nie gemacht. Vermutlich verzweifelt sie dann doch inzwischen an ihrem Job. Oder an mir, was auf das Gleiche hinausläuft. Ist schon ärgerlich, wenn man eine vorlaute Göre wie mich, nicht wirklich feuern kann.

„Gibt es keine Weiber für den Job?“, frage ich berechtigterweise: „Da draußen sitzen nur Typen!“

„Auf ein Wort, Tammy…“ Und dann zerrt sie mich zur Tür hinaus.

„Willst du“, fragt sie mich im Hinterzimmer: „Dass uns der Typ für die gesamte Kohle verklagt, die du in die Firma gesteckt hast?“

„Ich will hier weg“, entgegne ich.

„Du hast gesagt, dass du dabei sein willst, wenn wir jemanden für den Posten aussuchen.“ Irgendwie sieht meine Chefin genervt aus. Und was interessiert mich mein dummes Gerede von gestern?

„Aber ich habe nicht gesagt, dass ich mir eine Schwanzparade anschauen möchte.“ Ist doch wahr!

„Weißt du, was wir jetzt machen werden?“

„Küssen?“, frage ich hoffnungsfroh.

Sie packt meinen Oberarm und zerrt mich zurück ins Büro.

„Sie sind eingestellt“, sagt sie trocken zu dem Typ: „Können Sie am Montag anfangen?“

„Das, Miss Downey, haben wir dir zu verdanken!“, flucht sie, als er draußen ist: „Der hätte uns bis auf deine letzte Unterhose verklagt!“ Dann packt sie mich am Hals, knallt mich gegen die Wand und rammt mindestens zwei Finger bis zum Anschlag in mich hinein.

Ich bin nass wie eine streunende Katze im Wolkenbruch – und zwar schon seit sie mich das erste Mal hinter sich hergezerrt hat und ich komme innerhalb von ein paar Sekunden.

Als ihre Finger sich zurückgezogen und ihr Daumen meine Klit freigegeben hat, rutsche ich wie ein nasser Sack an der Wand herunter und bleibe mit aufgerissenen Augen und schwer atmend auf dem Boden sitzen.

„Was willst du noch in meinem Büro?“ Sie setzt sich wieder hinter ihren Schreibtisch und wischt sich meinen Mösensabber mit einem Taschentuch von der Hand: „Verschwinde!“

Wow!

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