Der reine Sex

Das Angenehme zuerst: Joana fickt sich zurzeit nicht durch die Männerwelt. Zoe erfreulicherweise auch nicht. Was jetzt nicht unbedingt mein Verdienst war. Auch sie sorgt sich um Covid-19. Wer hätte das gedacht?

Auch Gabby hält sich da erstaunlich zurück. Was ich tatsächlich ebenfalls nicht gedacht hätte. Bevor das jetzt jemand komplett falsch versteht: Gabby ist ganz und gar nicht der Typ für One-Night-Stands. Trotzdem will es mir derzeit nicht wirklich in den Kopf gehen, warum sie Männer aufgegeben haben sollte, zumal sie wirklich hetero ist. (Was sie jedenfalls steif und fest behauptet.) Aber ganz klar: Gabby ist der Typ, der auf Beziehungen wartet. „Nicht immer“, sagt sie. Na gut, vielleicht wartet sie nicht unbedingt auf den Traummann. Vielleicht weiß sie sogar, dass es den nicht gibt. Trotzdem: Gabby ist total sexbesessen, wobei ich annehme, dass es das Neue ist, das sie so fasziniert. Obwohl es so neu eigentlich gar nicht mehr ist …

Bei Joana ist das schon etwas anders. Sie hat die mega Beziehungen schon hinter sich und hat, so glaube ich, keine Lust auf etwas, was sie in die nächste psychologische Katastrophe führen wird. Um jedoch ihren Wunsch nach männlicher Sexualität zu befriedigen, stürzt sie sich in One- oder Two-Night-Stands. Was ich ja weiß. Es stört mich nicht nur nicht, sondern ich bin froh, wenn sie offen genug ist, auf diese Weise ihre Sehnsüchte zu befriedigen. Für mich ist nur eines wichtig: dass ich sie nicht verliere. Was ich allerdings von ihrer Idee halte, eine Pseudobeziehung mit einem Mann einzugehen, kann sich wohl jeder denken.

Es sind schon komische Beziehungen, die ich da habe. Vergessen darf man aber auch eines nicht: Mazikeen („Maze“) ist die Dritte von uns Vieren. Und sie ist, wie ich selbst, 100-prozentig lesbisch. Nur befindet sie sich derzeit noch auf Orcas und kümmert sich um eines meiner beiden Flugzeuge. Und ich glaube auch nicht, dass sie bei uns einziehen wird, denn sie hat einen Job in San Diego in Aussicht. Was nichts daran ändert, dass sie wie jeder andere von uns, dazugehört. Aber zugegeben: Der reine Sex macht mit ihr am meisten Spaß.

Mit den anderen beiden, Joana und Gabby, ist das etwas differenzierter. In Joana bin ich seit 20 Jahren oder länger hoffnungslos verliebt. Da spielt die Qualität beim Sex eher eine untergeordnete Rolle. Und Gabby? Ich weiß noch nicht so genau, wie ich zu Gabby stehe. Das ist alles sehr neu. Und ich gebe zu, alles was ich beim Sex sehe, ist der Star in seinen Filmrollen. Aber auch hier, bei Gabby, ist der Sex nicht das Wichtigste. Ich habe gelernt, dass der Superstar Gabby eine wirklich sehr komplizierte, aber auch sehr liebenswürdige Persönlichkeit besitzt. Und ja, ihre Nähe macht mich an. Was durchaus erstaunlich ist, denn Mütter sind eigentlich ganz und gar nicht mein Fall.

Was ich gar nicht wirklich verstehe ist, warum sie ausgerechnet auf mich stehen. Ja, damit meine ich alle drei. Bei Joana war das alles sehr kompliziert, was ich an dieser Stelle jedoch nicht noch einmal erklären möchte (ich verweise da auf einen alten Eintrag von mir). Allerdings war das alles auch ziemlich genial schön. Und Gabby? Ja, mit Gabby ist alles neuer, es ist alles erst wenige Monate her und ich habe sie ja tatsächlich erst wirklich auf dem Boot kennengelernt. Zugegeben, schon ein wenig auf eine Hollywoodparty, doch hier liegt die Betonung auf „ein wenig“.

Okay, hier ging es jetzt nicht wirklich um Sex, jedenfalls nicht um diesen Sex, den viele von euch von mir gewohnt sind. (Oder den ihr aus meinen Büchern kennt.) Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass dieser Hintergrund für einige Neulinge das Tagebuchs – oder für diejenigen die nicht so weit zurückscrollen möchten – ganz interessant sein kann.

Aber natürlich möchte ich an dieser Stelle nicht die fünfte im Bund vergessen: Eva. Sie ist erst sechs Jahre alt und fällt aus diesem Grund natürlich nicht in den sexuellen Bereich. Aber dass ich eine Beziehung zu ihr habe steht eindeutig fest. Ich bin nämlich ihre Lieblingskakaoköchin! Und sie ist meine Lieblingsstiefnichte, falls es so etwas gibt. Was schon etwas ganz Besonderes ist, weil ich Kinder im Allgemeinen und vorlaute im Besonderen nicht ausstehen kann.

Und jetzt werde ich mich erst einmal wieder zum Flugplatz begeben. Flugzeuge sind nämlich so herrlich unkompliziert. Ganz im Gegensatz zu Frauen.

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