Stadt in den Wolken

Mir war gar nicht wirklich bewusst, dass auch Denver mitten in den Wolken gebaut wurde! Mit 5.200 Fuss Höhe kann man das, glaube ich, von einer Stadt so sagen.

Ich war bass erstaunt, als ich meine Flugplanung gemacht habe und dort für Runway 16R eine Elevation (Höhe) von 5.321,8 Fuss (1.622,085 Meter) angegeben war! Ja, sowas muss man wissen beim Fliegen.

Ich war vorher nie dort gelandet, auch in meinen amerikanischen 737-Zeiten nicht. Irgendwie nirgendwo in Colorado, soweit ich mich erinnere.

Aber das Geilste: Ich bin nicht mit meiner Bonanza geflogen, sondern auf dem rechten Sitz der EMB 120, denn die Maschine könnte gut in unseren Hangar passen, da das verdammte Spendenaufkommen tatsächlich ständig steigt. Ich hätte auch links, auf der Captainsposition sitzen können, doch dafür war dem Besitzer mein Type Rating für die Serie wohl zu alt. Nachdem ich jedoch den Denver-Approach und die Glideslope-Landung von Hand geflogen bin, darf ich nun die nächste Etappe nach Houston als Pilot In Charge (PIC) fliegen. Dort treffen wir dann meine Chefin, die über die Konditionen eines Mietkaufs verhandeln will.

Unterdessen erwarte ich Joana, Gabby und Eva jeden Moment in meinem Hotel. Oder besser gesagt „unserem“, denn Joana hat es für uns gebucht; heutzutage kann ich mir diese Art von Luxus nicht mehr leisten.

Glücklicherweise haben viele hier geöffnet; wohl fühle ich mich in der heutigen Zeit in Hotels aber nicht. Bislang habe ich sie danach ausgesucht, wie gut deren Schutzmaßnahmen aussahen. Leider kann ich bei meinem neuen Job diese ständigen Ausser-Haus-Übernachtungen nicht umgehen.

Unglücklicherweise hat der Besitzer der Embraer eine zehn Mann starke Bowling-Ausflügler-Truppe aufgetan, die wir mit nach Houston nehmen sollen, denn Charter ist sein eigentliches Geschäft. „Gewesen“, sagt er, „wenn das so weitergeht“. Deshalb will er auch die alte Embraer verkaufen.

Ich habe ihm schon gesagt, dass ich keinen Kontakt zu den Passagieren haben werde. Wegen des Virus, nicht wegen des Geschlechts. (Zoe protestiert allerdings heftig und nennt es „Vertragsbruch“. Überhaupt ist sie in den vergangenen Tagen verdammt laut geworden.)

Er würde sich um die Gäste kümmern, hat er mir versichert und gefragt, ob es ein Problem sein würde. Aufgrund der Enge in so einem Cockpit ist es das allerdings schon. Also hat er hier im Denver eine Bedienung aufgetan und ist gerade dabei ihr einen Grundkurs für die Bordküche zu geben. Streng verboten zwar, doch eine Stewardess als Aushilfe für den Flug kann er sich nicht leisten. Dafür zahlen die Bowler zu wenig.

Trotzdem kann man zehn Fremde in der Kabine nicht alleine lassen, das geht einfach nicht. Schon gar nicht, wenn im vorderen Teil der Maschine auch noch meine „drei“ Mädels sitzen.

Joana meinte übrigens, sie hätte eine Überraschung für mich. Wie die wohl wieder aussieht?

Heute Nacht schläft sie auf jeden Fall endlich wieder in meinem Bett, so viel steht fest! Und ich kann meinen Kopf endlich wieder zwischen zwei schicken Titten begraben.

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