Morgengespräche

Was für ein Tag das war!

Ja, falsche Satzstellung. Aber es trifft.

Anik ist direkt wieder abgereist. Sie will ja nicht stören. Was ich sehr begrüße. Sie hat mich aber gebeten, eine Ltd. zu gründen und mich selbst als Direktor einzusetzen. Was ich garantiert NICHT tun werde. Ich will mit sowas nichts zu tun haben. Soll sie sich doch einen Dummen suchen, der den Direktor spielt. Ich will einen Arbeitsvertrag als Personalchefin und Chefpilotin und fertig. Auf Null-Stunden-Basis. Darum kann sich dann der Dumme kümmern.

„Okay, wegen mir… Aber den Dummen suche ich aus“, sagt sie.

„Nicht ohne meine Genehmigung“, grinse ich.

„Es geht schon los…“, schüttelt sie den Kopf per Zoom.

„Was dachtest du denn?“

„Dass du dich diesmal raushältst?“

„Was du so denkst…“ Hat sie so früh am Morgen schon getrunken? Ich frage sie.

„So früh ist es in New York nicht“, entgegnet sie.

Auch wieder wahr.

Und dann legt sie auf.

Anik scheint etwas dünnhäutiger geworden zu sein.

„Ist das ein Wunder?“, lächelt Joana, die mit mir aufgestanden ist, weil sie heute zurück nach Bel Air fährt. „Du musst zugeben, dass dein Geschäftssinn nicht der beste ist.“

Jaja… Lästert ihr nur. Außerdem will ich keine Geschäfte machen, sondern fliegen und segeln. Ist das so schwer zu verstehen?

„Und das Geld dafür sollen natürlich die Anderen verdienen“, grinst Joana.

Natürlich. Ich muss ja fliegen und segeln.

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