Mein hübscher Arsch

Joana ist weg.

Das Haus ist scheiße-leer. Warum fühle ich mich denn auf einmal so einsam? Ich kann doch jetzt endlich in Ruhe masturbieren?

In meinem eigenen Apartment würde ich mich nicht so einsam fühlen. Ist schon seltsam.

Apropos Apartment: Ich habe noch elf Tage um meiner Mieterin zu kündigen. Dann könnte ich zum 1. November wieder einziehen. Aber jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich das will.

Der Sommer hier auf Catalina ist phantastisch, soviel steht mal fest. Aber wenn es Winter wird? Joana sagt, dann wäre es hier nicht so toll. Andererseits – in einem Strandapartment in LA ist der Winter auch kein Knaller. Andererseits gibt es in dem Gebäude, in dem mein Apartment ist, einen Inhouse-Pool für die Mieter und Eigentümer. Das ist eine Überlegung wert, denn hier gibt es nur den im Garten. Man hat zwar einen tollen Blick aufs Meer, doch das Wasser ist leider nicht geheizt. Und auf einen Rekordwinter mit Temperaturen bis 30 Grad zu hoffen, ist wohl eher illusorisch.

Joana sagt, sie darf nicht umbauen, denn das Haus gehört ihr nicht; in Two Harbors könne man nichts wirklich besitzen. Komische Sache. Mir kann’s egal sein.

Auf jeden Fall schlägt sie vor, meiner Mieterin zu kündigen und in LA zu leben (näher zu ihr) und die Sommer in dem Haus hier auf der Insel zu verbringen. Ich werd’s mir überlegen. Aber ich werde ohnehin nie lange irgendwo bleiben, denn ich nehme mal an, dass ich meinen hübschen Arsch mehr auf einem Pilotensitz als auf einer Coch platziere. Falls meine Krankheit mich lässt.

Thema Krankheit. Momentan noch alles im Griff. Ich musste zwar wieder eine Tablette drauflegen, doch noch geht’s. Keine Nebenwirkungen: Flugtauglich. Eine Tablette mehr ist für mich wie für normale Menschen ein Hustenbonbon mehr zu lutschen.

Also ab nach Orcas. Ich habe mir etwas Besonderes ausgedacht: Ich nehme ein Touristenpaar mit und lasse mir von ihnen die Miete und den Sprit für eine 172 (gähn) bezahlen. Rückflug für die beiden dann kostenlos in meiner Piper. Win/win. Es gibt tatsächlich Leute, die auf solche Gelegenheiten warten und die Aeroclubs und die kleinen Flughäfen abklappern. Das nennt man dann wohl Mitfluggelegenheit. In Santa Monica geht’s los. Also gleich mit der Fähre zurück aufs Festland.

Wie ich Transportmittel ohne Flügel oder Segel nicht leiden kann. Motorrad geht noch, doch ich merke, dass ich auch dazu immer weniger Lust habe. Aber immer noch besser als eine vierrädrige Blechkiste.

Also wohin jetzt mit meinem Arsch?

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