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Schwesterlich

„Wieviel brauchst du?“

„Hundert.“

„Hundert? Du brauchst hundert Dollar? Was treibt ihr auf diesem Boot?“

„Witzig, -tausend.“

„Tausend Dollar? Warum brauchst du so viel Geld?“

„Nochmal witzig! Hunderttausend Dollar. Ich brauche hunderttausend Dollar! Stell dich nicht dümmer als du bist!“

„HUNDERTTAUSEND DOLLAR?! Woher sollte ich hunderttausend Dollar haben?“

„Schau unters Kopfkissen.“

„Ernsthaft jetzt mal: ich habe keine hunderttausend Dollar. Und woher brauchst du das Geld eigentlich?“

Manchmal regt meine Schwester mich echt auf!

„Ich habe das Passwort für dein Portfolio und ich habe Kontovollmacht von dir, falls du dich erinnerst? Und wofür ich es brauche geht dich nichts an!“

„Du hast in meinen Sachen geschnüffelt?“

„Tust du das etwa nicht in meinen?“

„Das ist was Anderes!“

„Wieso?“

„Ich bin deine Schwester.“

Hä? Spinnt die? „Ich bin auch deine Schwester!“

„Ja, aber du kannst nicht mit Geld umgehen. Wie man sieht…“

„Überweist du mir das Geld oder muss ich das selber machen?“

„Lass die Finger von meinen Konten!“

Manchmal kann Anik richtig stur sein! Und kompliziert. „Was willst du eigentlich von mir? Du stellst dich doch sonst nicht so an, wenn ich mir was von dir leihe!“

„Ja, aber da geht es dann um Schuhe.“

„Ich habe mir nie Schuhe von dir geliehen!“ Lachhaft!

„Hast du wohl!“

„Geht gar nicht. Du hast viel größere Füße als ich.“

„Wir sind Zwillinge! Und jetzt sag mir endlich, wofür du so viel Geld brauchst!“

Meinetwegen dann eben… Göttin, stellt die sich an!

„Ich muss zwei Häuser renovieren.“

„Warum?“

„Weil meine Mieter sich anstellen.“

„Schmeiß sie raus.“

„Ich schmeiße niemanden raus!“

„Dann geh zur Bank.“

„Geht nicht. Die wollen Zinsen.“

„Ich lege jetzt auf, Tammy!“

„Wag dich!“

„Ich habe keine hunderttausend Dollar!“

„Du hast Millionen!“

„Und die stecke ich gerade in eine neue Firma.“

„Warum?“

„Weil ich Geld verdienen muss.“

„Warum? Du hast doch Geld!“

„Es hat nicht jeder so eine seltsame Beziehung zum Geldverdienen wie du, Tammy.“

„Leih mir die hunderttausend und ich beteilige mich.“

„Mit was?“

„Mit hunderttausend.“

„Hä? Woher hast du die denn auf einmal?“

„Na, von dir.“

„Ich dachte, die brauchst du für deine Häuser?“

„Mmh… Stimmt. Also leih mir zweihunderttausend.“

„Ich lege jetzt auf, Tammy!“

„Schon wieder?“

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