Warum…?

Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass wir jetzt ein bisschen quatschen und dann gemeinsam in ihr Hotel laufen, oder fahren würden, doch da hatte ich mich getäuscht.

„Hier.“ Chris/Mazikeen kritzelt etwas auf eine Serviette.

„Was ist das?“, will ich wissen, obwohl es eigentlich ziemlich eindeutig aussieht.

„In einer halben Stunde“, sagt sie ohne besondere Emotion, steht auf und – geht.

Ooooookayyyyy…, denke ich. Krass!

Auf dem Zettel stehen Name und Anschrift eines Hotels. Ihres Hotels, wie ich annehme, denn eine Zimmernummer steht dabei.

Es kostet mich eine Taxifahrt quer durch die Stadt. Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig. Besonders arm darf man bei ihr nicht sein; im Bus hätte ich das niemals geschafft.

„Pünktlich. Freut mich.“

Interessante Begrüßung.

„Ich gebe mein Bestes“, entgegne ich.

„Stell dich an die Wand“, sagt sie.

Es verwirrt mich.

„Kann ich bitte dein Badezimmer…“

„Stell dich an die Wand!“

Es kommt trocken, emotionslos und es lässt keinen Widerspruch zu.

Schade, denke ich: Ein wenig Frischmachen wäre jetzt wirklich nicht verkehrt. Oder vielleicht ein kleiner Drink zum Eingewöhnen? Doch ich mache, was sie sagt.

„Rücken zur Wand.“

Was gibt das denn jetzt?

„Warum…?“, versuche ich zu fragen, meinen Rücken gegen die Wand gelehnt.

„Pst!“ Sie drückt mir einen Finger auf die Lippen, das Zeichen, dass ich den Mund halten soll.

Wirkt.

„Du machst was ich sage. Ich kann diese unnütze Fragerei nicht leiden.“

Aha, denke ich. Wer will beim Sex schon wissen, mit wem er es zu tun hat…

Tammy

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