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DAS IST KEIN SCHIFF!

Mein Bruder aus New York: „Tote stapeln sich immer noch in Leichenhäuser, Kühlwagen, in Krankenhausfluren und in Massengräbern. Und die Toten sind nicht nur über 80. Die jüngsten, die ich gesehen habe, sind Männer zwischen 20 und 30. Es ist unfassbar und ich gebe zu, ich fühle mich nicht wohl, mit einem Fotografen unterwegs zu sein. Vor allem auch, weil es jetzt zusätzlich 38 kranke Kinder gibt und die Zahlen bei den Kindern ständig steigen. Daran arbeite ich zur Zeit. Eigentlich wollte ich wegen dieser Kindersache auch nach London fliegen, doch dort ist das Ansteckungsrisiko noch größer, weil das NHS-System kurz vor dem Kollaps steht, wie mir ein Kollege mitteilt. Die einzige Industrienation, die es schafft, die Zahlen niedrig zu halten, ist offenbar Deutschland.“

Fragt sich nur, wie lange noch, denke ich, bei den ganzen Idioten in den Straßen, für die ihr Caféhausbesuch wichtiger ist, als das Leben der anderen.

„Kannst du dir, verdammt nochmal, nicht einen anderen Job suchen“, frage ich.

„Ich könnte doch als Seemann bei dir anheuern“, grinst er: „Und über dein Promischiff berichten.“

„Es ist ein Boot und kein Schiff!“, entgegne ich indigniert: „Lernt ihr Jounalisten das eigentlich nie?“

„Okay, wegen mir: Boot. Aber bei dir sind mir eindeutig zu viele Lesben.“

Arschloch.

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