Gibt’s Kaffee?

Mazikeens Taktik hat nicht funktioniert.

Jedenfalls nicht ganz, denn nach zig Stunden, die wir vor Joanas Tür geschlafen haben – jedenfalls ich – steht Gabby in der Tür.

„Ich nehme an, ich darf jetzt raus, ohne ins Meer geworfen zu werden?“

„Ja, nehmt sie. Hier drin ist es zu eng für uns beide“, ruft Joana aus dem Hintergrund.

„Wir hätten einen Psychologen dazusperren sollen“, sage ich zu Mazikeen.

„Hast du einen?“, fragt Mazikeen schulterzuckend.

Mazikeen gibt auf? Ich bin verwirrt.

Eva wartet indes im Salon auf ihre Mutter: „Habt ihr geheiratet?“

„Wie oft soll ich dir eigentlich noch sagen, dass das ‚Sex haben‘ heißt?“, rufe ich nach vorne, während ich mich aufraffe um aufzustehen.

„Fünfzig Mal!“, lacht das Biest und wiederholt es gleich nochmal, offensichtlich damit ich es auch wirklich kapiere. Oder weil sie glaubt, ich wäre schwerhörig, könnte nicht zählen oder was auch immer: „Fünfzig Mal!“

„Was war los, Gabby?“, frage ich leise.

„Was los war? Deine Freundin hat einen Dachschaden! Das war los!“

„Weiß ich. Und sonst?“

„Gibt’s Kaffee?“, fragt sie dann.

Ich drehe mich zu Mazikeen um: „Gibt’s Kaffee?“

Wir müssen ja nicht unseren guten Kaffee verschwenden, wenn sie die beiden sowieso über Bord wirft.

Dickschädel

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