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Vergewaltigung funktioniert anders

Ich bin mir nicht ganz sicher, warum manche Frauen sagen, dass die Arbeit als Prostituierte einer Vergewaltigung gleichkäme.

Zugegeben: Du bekommst im Puff gesagt – in diesem speziellen – dass du dich für jeden auf den Rücken zu legen und die Beine breitzumachen hast, weil es im Eintrittspreis enthalten sei. Jeweils zwei Minuten in diesem Fall, damit die Männer die ganzen Frauen („Damen“ genannt) erst einmal durchvögeln können, bis die „Herren“ so geil sind, dass sie auf jeden Fall mit einer aufs Zimmer gehen.

In die Möse ficken übrigens nur, Arsch kommt später.

„Im Eintrittspreis enthalten“ bedeutet natürlich: Der Puff kassiert die Kohle und die Mädels sehen nichts davon.

Am ersten Abend lege ich mich sechsmal hintereinander im Minutenabstand hin, bevor ich den ersten überzeugen kann, mich richtig zu ficken.

Man achte auf die Bedeutung des Satzes: „ich IHN überzeugen kann, MICH richtig zu ficken“. Einen von den sechs Widerlingen konnte ich davon überzeugen, dass ich seinen widerlichen Schwanz ohne Kondom in den Mund nehmen und nach allen Regeln der Kunst blasen darf. Was ekelhaft ist. Widerlich. Zum Kotzen.

Nicht, dass ich das früher nicht getan hätte, bei meinen Liebhabern. (Ich nenne sie nicht „Partner“, weil sich bei jedem einzelnen herausgestellt hatte, dass er ein Arschloch war und nebenbei noch mindestens eine andere gefickt hat).

Aber es ist ein gewaltiger Unterschied, ob du es bei deinen Liebhabern tust, die du gut oder cool findest oder in die du sogar ein klein bisschen verknallt bist. Dann hast du es auch überlebt, wenn beim Blowjob am Schluss ein wenig von dem Zeug in deinem Gesicht gelandet ist.

Hier jedoch – ich will gar nicht daran denken!

Ich bekomme 20 für die halbe Stunde. Der Freier zahlt 40. ALLES inklusive. So am Arsch sind die Preise.

Als mir das Arschloch auf der Couch bei seinem „Erklärungsfick“ die Konditionen genannt hat, bin ich fast gestorben.

Der Freier darf mich ficken. Wohin er will. Tatsächlich wohin er will: „Du hast drei Löcher, die werden benutzt!“, hieß das im Jargon des Zuhälters.

Dass ich beim Ficken auf ein Kondom bestehe, macht meine Arbeit nicht leichter, denn ohne Kondom bei allem ist heute schon fast Standard. Selbst beim Arschfick. Die Welt ist verrückt geworden!

Blasen geht NUR ohne. Anders bekommst du gar nichts. Wie sollte das auch gehen, wenn er dir in den Mund wichsen will und du das Zeug unterschlucken musst?

Aber das ist nicht mal das Schlimmste. Das Widerlichste sind die ekligen, haarigen Visagen, die ein paar Zentimeter über deinem Gesicht stöhnen (und dir manchmal sogar ins Gesicht sabbern) und das dumme Gehabe und die ekelhaften Sprüche von denen sie glauben, sie wären intelligent.

Oder wenn ihre fleischigen Zungenlappen dir kreuz und quer über die Fotze sabbern und du so tun musst, als hättest du gerade den geilsten Multiorgasmus der Welt, weil sie die besten Sabberer der Welt sind.

WÄÄÄÄÄÄHHHH!!!

Damit sie wiederkommen.

Stammkunden heißt das Zauberwort.

Weniger „All you can fuck“, mehr Geldverdienen.

Aber Vergewaltigung?

Vergewaltigung kenne ich. Die funktioniert anders. Und damit verdienst du auch kein Geld. Vergewaltigung tötet dich. So einfach ist das.

Ich kenne Nutten, die arbeiten tagsüber bei D&G und nachts im Puff. D&G-Klamotten plus Louis-Vuitton-Schuhe sind teuer. Und das 3er-Cabrio vor der Tür auch. Eine andere fährt Stadtbus und bringt als Alleinverdienerin zwei Kinder durchs College. Es macht beiden ganz und gar keinen Spaß.

Doch die eine liebt Luxus und die andere wird es lieben, ihren Sohn als M.D. mit eigener Praxis und ihre Tochter als Anwältin in einer großen Anwalts-Firma zu sehen. Einzelfälle?

Vielleicht.

Ich habe eine Nichte und einen Neffen und eine kranke Mutter und als Nutte zu arbeiten ist ekelhaft.

Träume ich jedenfalls… Und ich habe mir vorgenommen jetzt aufzuwachen. Vielleicht kommt Kakaofresse ja auch gleich. Weil sie ihren Kakao haben will. Dann muss ich aufstehen.

Was einen nicht daran hindert, tot zu sein.

Tammy

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