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Dirty Talk?

Gabby liegt lang ausgestreckt auf der Bank, halb auf der Sitzfläche, halb auf der Lehne. Wir machen nach wie vor ordentlich Fahrt und das Boot heelt dementsprechend.

„Fuck! Mein Arsch“, jammert sie. Gabby hat mitlerweile richtiges Englisch gelernt umd benutzt keine poshen Ausdrücke wie „Po“, „Hintern“ oder „Kehrseite“ mehr. Ich hätte es aber auch nicht mehr sehr viel länger ausgehalten: Wir sind hier auf See und nicht im Buckingham Palace!

„Wundgefickt?“, grinse ich.

„Aber sowas von…!“

„Neulingsschicksal“, lächele ich: „Wird besser mit der Zeit.“

„Währenddessen ist es ja verdammt cool… Hätte ich ja wirklich nicht gedacht, du…“

Pause.

„‚Schlampe‘ ist okay“, lächele ich.

„Das wollte ich gar nicht sagen!“, protestiert Gabby. Sie redet in eines der Sitzkissen hinein, denn sie liegt auf dem Bauch: „Mir ist nur kein Wort eingefallen.“

„Deswegen wollte ich dir ja helfen. Schlampe mag ich. Hure oder Bitch, Miststück und ähnliches ist auch okay. Manchmal stehe ich auch auf Nutte. Dreckig ist geil!“

„Ich habe aber beim Ficken gar keinen Dirty Talk gehört“, wundert sich Gabby.

Sie sagt „ficken“! Yeah!

Ich nicke: „Beim Sex klingt sowas für mich irgendwie gezwungen, ich weiß auch nicht. Aber wenn du drauf stehst…“

„Nein, nein! Gar nicht mein Ding!“, beeilt Gabby sich zu versichern: „Ich dachte nur, du vielleicht…?“

„Nope.“ Dann muss ich überlegen, während Gabby einen Finger zwischen ihre Arschbacken schiebt und ein wenig reibt, und füge hinzu: „Ich stehe nur drauf, wenn mich manche Leute aus meinem direkten Umfeld in manchen Situationen so bezeichnen. Gar nicht unbedingt beim Ficken.“

„Okayyy?“

„Wenn du jetzt, zum Beispiel, ‚du Nutte‘ zu mit sagen würdest, weil ich dich dazu gebracht habe, bestimmte Dinge zu tun. Huuuh. Das käme gut!“

Einen Moment ist Stille.

Schließlich richtet sie sich ein wenig auf und zeigt auf die Tube Gleitcreme, die in einem der Flaschenhalter steckt: „Würdest du das bitte mal wegräumen, Baby? Ich möchte das nicht erklären müssen, falls Eva hereinkommt. Es ist doch ihre Kakaozeit, oder?“

„Klar.“

„Warte!“ Sie hält mein Handgelenk fest, als ich danach greife.

„Ja?“

„Mach mir noch ein bisschen auf den Arsch.“

Echt jetzt?

„Okay.“

„Und jetzt steck deinen Finger nochmal rein. Und zwar ganz tief. Und beweg ihn dort nochmal einen Moment.“

Okay… Die ist echt auf den Geschmack gekommen!

Mein Finger rutscht rein wie nichts.

Und als ich anfange ihn zu bewegen, stöhnt sie leise auf: „Du bist so ein elendes Dreckstück, weißt du das?“

Ja, ich weiß, denke ich.

Tammy

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