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Charlize Theron

„Joana?“

„Ja, Baby?“

„Weisst du noch?“

„Ja. Natürlich. Wie sollte man so etwas vergessen können?“

Joana weiß immer, was ich meine, wenn ich sie das frage.

„Bist du nass?“, fragt sie.

„Ich bin immer nass.“

„Zugegeben: Blöde Frage.“ Joana lächelt, prüft aber trotzdem vorsichtig mit einem Finger.

„Wie machst du das nur?“ Sie lächelt und dann gleitet ein Finger hinein. Sie drückt ihn nach oben.

Ich stöhne ein wenig.

„Mehr“, fordere ich.

Sie macht das gleiche mit zwei Fingern.

Ich stöhne ein wenig mehr.

„Ist es schlimm?“, fragt sie: „Zoe, meine ich?“

Ich ignore ihre Frage.

„Ich will mehr. Viel mehr!“

„Sicher?“

„SCHEISSE! WARUM FRAGST DU DAS IMMER?“

„Okay.“

„Der Abend. In der Bar…“

„Als der Barkeeper mich gefragt hat ob ich…“

„…ob du Charlize Theron bist!“ Ich lache laut auf und sie schiebt drei Finger in meine Möse.

„Und der Kracher war noch, dass du genickt hast…“

„…und ich ihm ein Autogramm gegeben habe!“ Joana brüllt los und fickt mich dabei.

„Und… Du…“ Sie zieht die Finger heraus und beginnt vorsichtig vier Finger in mich zu schieben.

„UND ICH NICHT WUSSTE, WIE MAN DIESEN VERFICKTEN NAMEN SCHREIBT!“

Joana kreischt los vor Lachen und eigentlich will ich das auch, doch ihre vier Finger drängen sich vorwärts und ich weiß, dass sich der Daumen unter ihnen versteckt und es ernst wurde.

Ich wimmere und versuche mich und meine Beine in die richtige Position zu bringen, wenn es die überhaupt gibt.

Tammy

„Bist du sicher, Baby?“

Joana weiß, dass ich sicher bin. Natürlich weiß sie das. Zwar kommt es nicht so oft vor, doch hin und wieder gibt es Momente, in denen hilft nur noch – das.

Ich nicke.

„An dem Abend hast du mir von ihr erzählt.“

„Ja, und je. E. ETZT…“ Joana schiebt mehrfach alle fünf Finger bis zu den Knöcheln in mich hinein: „jEetzt läuUUuft…“ Ich reiße mich zusammen: „Jetzt läuft da einer herum, der…Autogramm… Charlize… von dir… glaubt…“

„Jetzt, Baby?“

„VERDAMMT, MACH SCHON!!!“

Ich packe mit beiden Händen ihren Unterarm und zerre ihn in mich hinein.

Ich werde fast ohnmächtig. JEDES VERDAMMTE MAL werde ich fast ohnmächtig! Ich verbeiße mich in das Kissen, das ich mir auf das Gesicht gedrückt halte, das meinen Schrei aufhält.

„Nicht bewegen!“, bettele ich: „Nicht bewegen!“

„Heulst du?“, fragt sie.

Ich lege das Kissen zur Seite. Ich heule nicht. Dafür öffne ich die Beine ein Stück weiter um ihren Arm besser sehen zu können. Ich atme schwer, glaube ich.

„Sie ist… Hier. Sie ist hier!“, stammele ich.

„Hier?“ Joana starrt mich an: „Auf-Dem-Boot-Hier?“

„Geh raus. Geh raus!“

Joana beginnt ganz vorsichtig sich zurückzuziehen.

„Sie ist richtig hier?“

Ich weiß, dass die Nachricht sie schockiert. Ich weiß, dass die Nachricht ihr Angst macht. Doch ich bin einfach nicht stark genug, es ihr zu verschweigen.

„Richtig hier“, nicke ich.

„Fuck!“

„Jetzt!“, sage ich und ich nehme das Kissen.

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