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Es gibt für alles ein erstes Mal

Heute scheint es ja tatsächlich mal ohne Kakao zu gehen: Das kleine Biest schläft.

Ob es wohl daran liegt, dass Eva nicht von ihrer Mutter gestört wird? Die sitzt nämlich bei mir im Salon und macht mit mir komische Sachen.

Wie zum Beispiel erzählen.

Zum Beispiel erzählt sie mir, wie sie zum Schauspielern gekommen ist, während ich versuche nicht einzuschlafen. Ich finde Gespräche, die nicht ursächlich mit Sex zu tun haben, immer recht ermüdend.

Was sie wundert.

„Ich würde ja gerne mal einen Blick in deinen Hormonhaushalt werfen“, sagt sie.

„Weisst du“, entgegne ich: „Für gewöhnlich finden Frauen es sehr anregend, dass meine Gedanken sich meist unter der Gürtellinie herumtreiben. Das hält die Dinge spannend.“

Gabby nickt: „Das sicherlich. Aber nicht auch ein wenig eintönig auf Dauer?“

„Du kannst es ja mal ausprobieren.“

„Heißt?“

„Mich ausprobieren“, lächele ich.

„Wie meinst du das?“

„Tammy im Langzeittest.“

Gabby schweigt einen Moment. Sie muss wohl überlegen. Bin ich echt so unklar, heute Nacht?

Schließlich: „Ich geb’s auf! Was meinst du damit, Tammy?“

Ich zucke mit den Schultern: „Antworte, wenn du es herausgefunden hast.“

„Wirklich…“ Gabby kräuselt ihre Stirn, „…nun sag schon!“

Ich schüttele den Kopf und wechsele das Thema: „Ich habe eine Frage: Wie kommt es eigentlich, dass du angeblich überhaupt kein Interesse an Sex hast und trotzdem ständig nass bist?“

„Woher willst du wissen, dass ich ständig nass bin?“

Ich zeige auf ihre glänzende Möse. Es ist wirklich nicht zu übersehen: „Nass ist gar kein Ausdruck.“

„Wir sollten diese Sitzposition überdenken“, lächelt Gabby.

Wegen der Schräglage des Bootes haben wir nämlich wie immer die Beine auf dem Tisch abgestützt. Es sieht ein wenig wie in diesen Pornos aus, in denen zwei Frauen breitbeinig nebeneinander liegen und darauf warten, gleich von zwei überdimensionalen schwarzen Schwänzen gefickt zu werden. (War das jetzt wieder politisch inkorrekt?)

„Ich habe keine Ahnung, wirklich! Wahrscheinlich ist es dein ganzes Gerede von Sex. Das macht einen wuschig.“

„Dumm nur“, grinse ich, „dass ich mir seit einer Stunde deine Lebensgeschichte angehört habe – und da kam Sex garantiert nicht vor! Außerdem bist du nicht wuschig sondern geil.“

„Hm…“ Gabby verzieht den Mund.

„Wie fühlt es sich an, so nass zu sein?“

„Nervig“, gibt sie zu: „Es ist eklig und man muss…“

„…ständig an Sex denken!“, grinse ich.

„Whatever…“

„Dann schlage ich vor, du masturbierst.“

„Was? Jetzt? Hier?“ Gabby schaut mich erstaunt an.

„Aha: Masturbieren kennst du.“

„Ganz ohne geht’s halt nicht.“

„Zeig mal“, grinse ich. Der Gedanke lässt mich fast explodieren.

„Warum? Wir könnten doch richtigen Sex haben. Davon hätten wir beide mehr!“

„Ich will dir zuschauen. Nur mit den Fingern reicht fürs erste.“

Sowas habe ich wirklich noch nicht gemacht!“

„Du hast noch nie nur mit den Fingern masturbiert?“

„VOR JEMAND ANDEREM, DU CLOWN!“

„Dann wird’s aber Zeit!“

„Machst du auch mit?“

„Danach.“

Wenn ich bis dahin vor Geilheit nicht geplatzt bin…


……………………………………………


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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