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Ihr Kuschelhäschen

Vorhin hatte ich eine lange Diskussion über mein Tagebuch.

Mit meiner Mutter und meiner Schwester. So eine Art Telefonkonferenz. Nein, nicht WEGEN des Tagebuchs, sondern wegen des Coronamists, doch am Ende kam das Tagebuch auf.

Meine Schwester, ihr Mann, meine Mutter und meine Patentante lesen es nämlich täglich.

Mein Schwager und meine Mutter finden es klasse, meine Patentante UNMÖGLICH und meine Schwester langweilig.

Aber am Telefon waren nur Frau Klasse und Frau Langweilig.

Für meine Mutter könnte es durchaus pornographischer sein (weniger Masturbation, mehr „richtiger“ Sex). Aber prinzipiell liegt das alles „voll auf ihrer Linie“.

„Dass es da um meine Tochter geht, blende ich einfach aus.“

Aha. Typisch Diplomatin.

Für meine Schwester ist Lesbensex langweilig. (Dabei haben ihr Mann und sie auch eine Geliebte! Aber die ist ja eher so eine Art Spielzeug. LOL!) „Zu wenig von allem“, sagt Anik: „Mehr Penetration, mehr Flüssigkeiten!“ (Ja, das Weib ist ordinär!) Ich solle den ganzen Beziehungsquatsch weglassen, meint sie.

Wobei meine Mutter auch nichts gegen „mehr Penetration“ und „mehr Flüssigkeiten“ hätte. Aber die ist ja auch zu etwa 95% hetero. Und als Post-Hippie ein wenig verferkelt.

Und im übrigen GIBT’S DA NUNMAL „BEZIEHUNGSQUATSCH“ bei mir, liebste Schwester!

Blöde Kuh!

Anik ist nur neidisch wegen Joana und Gabby. Und wegen der kleinen Eva, sie liebt nämlich Kinder – im Gegensatz zu mir.

Aber interessant, wie sie sich alle in meine Tagebücher reinhängen.

Meine Tante zum Beispiel, behauptet, ich würde mich benehmen „wie ein Kerl“.

Als sie mir das die Tage gesagt hat, musste ich ihr leider verraten, dass mir bei so einem dummen Spruch die Gebärmutter aus der Fotze springt.

„So, und jetzt sag mir mal, ob ‚ein Kerl‘ SOWAS sagen könnte!“

Nach einer kurzen Pause fügte ich hinzu: „Dem halbieren sich höchstens die Eierchen!“

Da war sie dann still. Nach einer Weile stellte ich fest, dass sie aufgelegt hatte. Vermutlich hatten sich ihre Nippel von den Möpsen geschraubt.

Nein, wenn mich jemand mit einem Kerl vergleicht, nur weil ich sage wozu ich Lust habe, setzt es bei mir aus!

Ich bin ein Weib, so oder so – und was und wie ich rede, entscheide ich selbst!

Ihr Kuschelhäschen.


……………………………………………


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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