Nächtliche Gedanken

Diese Nächte momentan sind wirklich seltsam.

Es ist kurz vor Drei, ich sitze alleine im Salon und nippe abwechselnd an einem Ostfriesentee und einem koffeinfreien Kaffee.

Pervers? Ja. Schon irgendwie.

An Deck ist niemand, weil der Anker perfekt hält und der Positionswarner wunderbar funktioniert. Ken hustet im Heck und Maze schläft ihren tiefsten Dämonenschlaf in meinem Bett.

Wenn ich nicht endlich mal wieder eine Frau ficken darf…

Richtig: Dämonen lassen sich nicht ficken, sie kümmern sich nur um ihre Chefinnen. Und Höhepunkte haben sie angeblich auch nicht.

Natürlich lügt sie. Ich muss sie endlich mal erwischen! Ich habe das schon ein paar Mal getestet: Wenn Mazikeen mal alleine an Bord ist, liegen meine Vibratoren, wenn ich wiederkomme, meist ein klein wenig anders als vorher. Ich traue mich nur nicht, sie damit zu konfrontieren.

Ich will ficken!

Natürlich könnte ich nachher an Land gehen und mir irgendein Weib suchen. Ich kann’s aber auch lassen.

Nicht mein Ding. Oder zumindest nicht mehr. Und in Viruszeiten schon gar nicht.

Und Joana? Es ist immer noch nicht raus, ob sie sich eine Weile vor dem Virus an Bord verkriechen wird.

Ach fuck! Scheiß-Weiber!

Wenn sie an Land bleibt, kann das Wochen dauern, bis sie wieder auftaucht. Und ich sitze wieder nächtelang auf einer Sybian und ficke sie dabei virtuell!

Ich meine, ist ja okay, das Gefickwerden. Ich habe auch nichts dagegen mich mit mir selbst zu beschäftigen – das kann man auch verdammt spannend machen – doch ab und zu die Finger, oder was auch immer, in eine fremde Fotze und einen fremden Arsch stecken – das muss halt auch sein.

Lustschreie, die nicht gefiltert über Computerlautsprecher kommen, sind eben doch besser. Mal ganz abgesehen von der ganzen Aufbäumerei und dem Zehencurling und so. Und von dem ganzen geilen Lustsaft, der einem an den Fingern klebt, ganz zu schweigen.

Halb Vier morgens und ich habe schon wieder nichts anderes im Kopf?

Ich glaube, ich sollte für die Arbeiterinnen in meiner Sexualhormonproduktionsanlage auch mal Kurzarbeit anmelden. Das ist ja nicht zum Aushalten!

Angeblich gibt es Frauen, die ganze Nächte ohne Orgasmen auskommen.

Really?

Ach fuck, ich geh nochmal ins Bett. Ich habe schon wieder zuviel über Sex nachgedacht!


……………………………………………


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

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