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Drittes Weib gesucht (Erster Teil von 3/3: Von Diven und Dämonen)

Ja, 3/3 bin ich noch schuldig.

Mir schuldig – oder wem auch immer.

Heiratsgeschichten brauchen in der Regel etwas länger. Was am Hintergrund liegt, den man gerne ins Hochzeitsalbum packt.

Oder daran, dass zum Heiraten im Regelfall mindestens zwei Bräute gehört. Ich stehe nicht gerne einsam und alleine vor dem Altar herum. Und die zweite Braut fehlt mir noch.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich diesen ersten Teil vom dritten Teil (Cool, oder?!) geschrieben habe. Nicht nur, weil mir im Moment die Zeit für eine tiefergehende Geschichte fehlt*, sondern weil der dritte Teil – die Suche nach der Braut – schlicht der schwierigste von den dreien ist.

Ich habe zwei wundervolle Frauen, die – jede auf ihre ganz besondere Art – einzigartig, besonders und sensationell sind.

Zugegeben: Beide sind nicht wirklich Frauen im herkömmlichen Sinn.

Die eine, die Schauspielerin – wer würde es wagen eine solche Diva jemals „nur“ als Frau zu bezeichnen?

Und die andere, Mazikeen, ist tatsächlich keine Frau. Sie ist ein Dämon – oder in politisch korrektem Neudeutsch: eine Dämonin – und hat deshalb so viel mit einer Frau gemeinsam, wie ich mit einer Nonne.

Arsch, Fotze, Titten – das war’s.

Uh, ich höre sie schon wieder, die erhobenen Zeigefinger**: Wie kann man sich nur selbst auf die Geschlechtsorgane reduzieren?

Also erstens ist der Arsch kein Geschlechtsorgan – er funktioniert aber sexuell mindestens so gut wie die Möse und zweitens ist das ja wohl meine Sache, oder?

Mit Hirn habe ich es nämlich nicht so. Mich stört das meistens. Wenn ich denke, muss ich nämlich schreiben und dabei kann ich nicht ficken. (Oder jedenfalls nicht so viel.) Dumme Sache.

Aber irgendwie schweife ich gerade vom Thema ab.

Welches dritte Weib suche ich denn nun eigentlich? Oder wie sollte es sein, das dritte Weib?

Stellen wir also fest: Da ist die Diva, da ist die Dämonin und da bin ich.

Okay, ich muss aufhören Joana „Diva“ zu nennen. Das ist nicht nett. Eine Diva ist sie wirklich nur manchmal. Ansonsten ist sie der liebste Mensch, den man sich vorstellen kann and I love her to bits. Actually habe ich noch nie jemanden so geliebt und ich fürchte, ich werde auch niemals mehr einen anderen Menschen so lieben können. Joana ist alles was ich jemals wollte und alles was ich jemals wollen werde. Joana ist die Personifikation des Lieben, des Guten, des Schönen. Sie ist meine Aphrodite.

Ausserdem ist sie ein verdammtes Miststück.

Aber das ist okay so, denn das bin ich ja auch.

Mazikeen läuft außer Konkurrenz. Sie ist ja schließlich keine Frau sondern ein Dämon (jaja… Dämonin…). Von daher muß ich sie ja nicht wirklich lieben, es reicht ja, wenn sie für mich da ist. Und Dämonen sind das lebenslang. Was praktisch ist, denn sie sind unsterblich. Zumindest behaupten sie das. Dämonen sagen, sie besäßen keine Seelen und wären lediglich bestimmungsfixiert. Oder sowas. Ich habe das noch nie richtig verstanden.

Ist ja auch egal. Hauptsache man kann sie ficken und sie machen was man will.

Auf dem Gebiet macht Mazikeen ihren Job wirklich gut, das muss ich zugeben. Eigentlich macht sie ihren gesamten Job ziemlich gut.

Ich finde, jede Frau sollte eine Dämonin*** besitzen!

Da wäre dann noch das ewige Thema mit dem Alter.

Joana ist ja nun um Einiges älter als ich. Nicht nur botoxälter, sondern definitiv schon liftingälter als ich. Wobei sie beides verabscheut und beides nicht macht. Was ihr niemand glaubt, weil sie locker 15 Jahre jünger aussieht als sie ist und nach wie vor zu den schönsten Frauen der Welt zählt.

Die Leute, die wissen, dass sie diese ganze Spritzerei und Schnippelei hasst und niemals tun würde, schütteln da nur den Kopf. Es sind der Neid und die Missgunst der Menschen, die den Eindruck erwecken, dass nicht sein kann was nicht sein darf.

Und Mazikeen? Dämonen ( … innen … Ach, fuck it!) haben kein Alter. Keine Seele, kein Alter, kein Botox. Sie sind ein bisschen derb, aber das kommt vom jahrtausendelangen Prügeln. Da wundert man sich aber doch, wie sie es schaffen, trotzdem so eine babyweiche Haut zu besitzen…

Wie auch immer…

Kommen wir zur Sache. Weib Nummer drei: Warum will ich eins?

Mein Hauptproblem ist eigentlich Joana.

Denn Joana ist nicht nur viel zu oft – für meinen Geschmack – in Sachen Arbeit unterwegs, sondern hat auch noch die unangenehme Eigenschaft, dass sie zwischendurch Männer ficken muss.

Ich meine – ich verstehe es ja: Wenn der Körper nach lebendigem Penis mit Eiern und Sauce schreit, dann muss man dem Ruf eben auch manchmal folgen.

Ich hätte ja auch prinzipiell nichts dagegen, wenn sie nicht vor der Welt behaupten würde, sie sei hetero und ich nur eine Freundin. Und sie, zu allem Überfluss, zwischendurch auch noch auf die Idee kommt, irgendwelche Penisse zu heiraten. (Mit meinem Segen übrigens. Sie gehört mir ja nicht.)

Trotzdem finde ich es manchmal schon ein wenig befremdlich, zumal ich es war, die die Reste von ihr, nach ihrer vorletzten Ehe, jahrelang vom Boden aufwischen musste. (Die letzte Scheidung war nicht so schlimm. Der Typ war einfach nur ein Trottel, das musste sogar sie selbst zugeben.) Wobei ich mich frage, warum diese Hollywoodstars immer gleich heiraten müssen. Würde exzessives Dauerficken nicht auch reichen?

So oder so: Diese Penis- und Arbeitsfixiertheit qualifiziert Joana natürlich als reguläres Beziehungsmaterial ein wenig ab. Als Lover: geil; als Ehefrau: nicht so sehr.

Und Dämonen sind bei dem Thema sowieso raus.

Also muss was zum Heiraten her!

Und davon schreibe ich jetzt tatsächlich, großes Tammy-Ehrenwort im zweiten Teil von Teil 3/3.

Wenn jemand noch versteht was ich meine.

Weib Nummer Drei: Warum will ich eins?

*Um den Spöttern gleich zuvorzukommen: Ja, ja… Was ist bei mir schon tiefergehend…?

**Ich nenne Menschen, die anderen versuchen ihre Moral aufzuzwingen gerne „die erhobenen Zeigefinger“. Übrigens sind diese Finger auch sehr oft nass und schleimig… (Aber nur heimlich.)

*** Irgendwann lerne ich diese geschlechterorientierte Sprachverunglimpfung doch noch. Was tut man nicht alles um politisch korrekt zu erscheinen.


……………………………………………


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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