Abgestochen

Vorhin hat Joana eines ihrer glühenden Beine über meine gelegt.

Es fühlt sich wirklich an, als wäre ihr gesamter Körper eine Wärmflasche. Sie strahlt die Hitze buchstäblich aus. Ich kann sie spüren auch ohne sie zu berühren, so heiß ist sie. Und diesmal meine ich es nicht mal sexuell!

„Ich liebe dich, wie ich noch nie jemanden geliebt habe! Ist dir das eigentlich klar?“

Und ich liebe es, wenn sie so etwas zu mir sagt!

„Ich wette, das sagst du zu jeder Krankenschwester, die dir Wadenwickel macht und dabei an deiner Möse rumfummelt!“

„Pah!“

Sie ist immer so schnell beleidigt. Dabei habe ich noch nicht einmal versucht, meine Finger reinzustecken!

„Mein Therapeut meinte, so etwas sagst du, wenn du verlegen bist.“

„Dann sag deinem Therapeuten doch, er möge mal vorbeikommen. Ich habe nämlich meine Tage!“

„Den Zusammenhang verstehe ich nicht.“

„Er wird es verstehen, nachdem ich ihm gezeigt habe, wie verlegen ich sein kann, wenn ich blute wie eine abgestochene Sau!“

„Ordinär wie immer…“

„Das liebst du doch, meine kleine Bazillenschleuder!“

„Besonders, wenn du sowas zu meinem Redakteur sagst! „

Ja, das trägt sie mir noch heute nach. Aber der war ja auch selbst Schuld wenn er mich so anblöckt, nur weil ich auf seinem Stuhl gesessen habe.

„Du stellst dich an, Joana. Immer wieder die gleiche Story!“

„ICH HABE MICH JA AUCH IN GRUND UND BODEN GESCHÄMT WEGEN DIR!“

Der Typ war wohl berühmt oder sowas.

Sie kann sich manchmal aber auch wirklich anstelle. Weil ich diesen Pedanten gefragt habe, ob er sich da wirklich wieder draufsetzen will.

„Runter von meinem Stuhl!“, hat er mich angeschnauzt.

Da bin ich halt aufgestanden.

„Was ist das denn?“, hat er gebrüllt und auf den roten Fleck auf der weißen Baumwolldingssitzfläche gestarrt.

„Minirock, kein Höschen, Tampon vergessen. In Sexualkunde immer nur am Schwanz rumgefummelt, oder was?“

Als ob der sich keinen anderen Stuhl hätte nehmen können!

Das war das einzige Filmset an dem ich jemals rausgeflogen bin. Der Typ war wohl berühmt oder sowas.

Männer!


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. soloslupa sagt:

    Das kann ich mir bildhaft vorstellen, ich glaub seine gesichtsfarbe war von blaß bis purpur

    Gefällt mir

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