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Drittes Weib gesucht (Teil 2/3: Die Zwischendurchficks)

Ich habe mich gerade vor ein paar Tagen mit Mazikeen über das Thema unterhalten.

Als wir bei Flaute alleine an Deck arbeiteten. Die anderen waren unten und schliefen. Maze saß am Ruder, ich kümmerte mich um den Rest. (Meistens ist es anders herum. Ich bin faul.)

„Früher hast du grundsätzlich Goths oder Postangestellte flachgelegt“, meinte Maze.

Ich war gerade dabei die Schot von Nummer 4 festzumachen, die wir gerne hinter einem Code 0 hissten, wenn windmässig fast nichts mehr ging, und wäre vor Lachen beinahe ins Wasser gefallen.

„Und alles dazwischen“, hatte sie nämlich hinzugefügt.

Irgendwie stimmt das schon ein wenig. Und worauf lege ich heute Wert?

Ich glaube, der wichtigste Punkt: keine Butches. Gar nicht mein Ding. Ich kann mit diesen ganzen männlichen Frauentypen, auf die so viele von uns stehen, gar nicht. Da geht einfach nichts bei mir. No offence. Als Freundinnen, einfach so, jederzeit gerne. Wahnsinnig gerne sogar. Es gibt kaum nettere Frauen als diese vermeintlich taffen Lesben. Aber sexuell geht bei mir da nichts. Ich glaube, ich bin nicht lesbisch um nach Frauen zu schauen, die im Aussehen dieses Patriarchalische ausstrahlen.

Ich stehe auf das, was wir landläufig als „den fraulichen Typ“ bezeichnen.

Oh ja, ich habe viele Schubladen im Kopf, so bin ich nun mal. Aber ich kann mir schlecht ein- oder ausreden auf was ich stehe oder nicht.

Zum Beispiel Stewardessen.

Das. Geht. Gar. Nicht.

Ich weiß nicht hundertprozentig warum, aber ich kann sie nicht leiden. Vielleicht weil ich mich so lange mit ihnen herumschlagen musste, und sie entweder versucht haben sich einzuschleimen, oder untereinander intrigiert haben. Noch schlimmer: Wie wichtig sie sich immer fühlten… Uh… NO FUCKING WAY!

Ja, ja… Vorurteile… Schlimm!

Geil sind glücklich verheiratete Heteros. Die machen Spaß und meistens hat man sie hinterher nicht an der Backe. Entweder merken sie danach, dass ihnen doch der Schwanz und der Männergeruch fehlt (jeder das ihre) oder sie haben so ein schlechtes Gewissen, dass sie unter Tränen gestehen, dass es phantastisch war, aber sie es ihrem Mann nicht antun können. Beides cool. Einfach eine weitere Trophäe in meinem Schrank und ein paar neue Orgasmustöne gehört. Letzteres ist nämlich das Allergeilste, wie wir alle wissen. Deshalb gibt es auch keinen zweiten Fick, wenn die Frau nicht laut genug war.

Ich mag die, die ganz natürlich Krach machen und die man nicht erst dazu auffordern muss.

Frauen mit Kindern.

Da habe ich auch so eine Art natürliche Abneigung. So ähnlich wie bei den Stewardessen. Liegt wohl an dem ganzen Konzept des Kinderkriegens, das für mich irgendwie… Na ja, sagen wir so: Wenn ich jemand wäre, der Nachwuchs wollte, dann sollte der in einem Brutkasten gezüchtet werden und nicht in mir. Ich bin komisch, ich weiß, und wahrscheinlich ist bei mir auch irgendwas gewaltig schiefgelaufen in der Kindheit – aber soll ich jetzt so tun, als fände ich es geil, dass Frauen Kinder in ihrem Bauch herumschleppen müssen?

Auch so eine unmögliche Eigenart der Menschen, dass sie Andersdenkende nicht einfach akzeptieren, solange sie ihnen nichts tun, sondern immer glauben, man müsse sie belehren oder gar umerziehen! Und wenn das nicht funktioniert, dann hasst man sie eben, statt sie einfach als Minorität zu akzeptieren.

Ich mag eben für gewöhnlich meine Finger nicht in Muttermösen stecken. Punkt.

Und so habe ich noch eine Menge „netter, kleiner Eigenarten“ mehr, die für andere befremdlich sein mögen. So what?

Ich bin eben komisch.

Und das Aussehen? Na ja, sie muss mir natürlich schon ein bisschen gefallen, doch für die Nummern nebenbei – ehrlich – so wichtig ist das nicht. Zu fett geht nicht, Storchenbeine geht nicht, Titten die ich als solche auch erkennen kann, müssen schon sein und auf kurze Haare kann ich nicht besonders. Nette Gesichter mag ich ebenfalls.

Ich bewerte mit 1 bis 5 Sternen. 3 bis 5 sind in diesem Zusammenhang okay.

Und jetzt schreit natürlich wieder so manche Hardcorefeministin.

Aber ich ficke immer noch wen ICH will. Und wem mein Tagebuch nicht passt, der muss es ja nicht lesen.

Ein wenig frech ist mir übrigens immer lieb, ob dominant, schüchtern oder irgendwas dazwischen – ich kann mit allem umgehen, solange sie mir nicht mit extremen Sexismus- oder Feminismusvorstellungen auf die Nerven fällt. (Und nein: ich werde nicht erklären, was ich damit meine!)

Ansonsten gelten die gleichen No-Goes wie bei meinen Freundinnen. Denn ein klein wenig Grips sollten sie schon haben.

One-Night-Stands

Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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