Zum Inhalt springen

So einfach ist das

Es war kein richtiger Streit.

Es war ein kleiner Schlagabtausch. Ein Klarmachen der Positionen.

Natürlich weiß Joana wer Mazikeen ist – dass man mit einer Dämonin keine dummen Witze machen sollte und Mazikeen weiß, wer Joana ist und dass eine Diva niemals wirklich etwas von anderen annehmen wird.

Manchmal von mir.

Aber nur, wenn ich ihr damit drohe, sie zum Teufel zu jagen. Nein, nicht zu Maze, sondern sie wegzuschicken.

Ich glaube, davor hat Joana, seit ihrer letzten Trennung, die meiste Angst: dass sie weggeschickt wird. Sie hält es nicht mehr aus allein zu sein und sie will nicht alleine alt werden. Mit 51 Jahren ist das bereits ein großes Thema, nehme ich an.

Und sie traut Ehen im Allgemeinen nicht mehr und Männern im Besonderen. Ich kenne ja die Gründe, warum bei ihr alles schief ging und das hatte nichts – oder nicht viel – damit zu tun, dass sie eine Diva ist, ihre Typen waren ja auch welche. (…die ich mit der Feuerzange nicht angefasst hätte.)

Bei mir scheint sie das alles etwas anders zu sehen. Ich bin in ihren Augen vertrauenswürdiger, vermutlich weil ich ihr von Anfang an sagte, was ich von ihr hielt und sie um mich kämpfen musste und nicht ich um sie.

Was das damit zu tun hat? Nichts, aber es klingt gut. Ausserdem kann ich so schön damit angeben.

Tatsächlich habe ich sie nie fallenlassen, egal was sie angestellt hatte, egal wie sie sich mal wieder daneben benommen hatte. Was daran lag, dass ich sie immer liebte (…was sich bis heute dummerweise nicht geändert hat.)

Sie ist so verletzlich.

Es gibt Dinge, die kann und/oder will sie nicht. Solche Dinge haben wir alle.

Keiner der Typen, die sie sich ausgesucht hatte, wollte das akzeptieren. Sie waren es einfach nicht gewohnt, dass Frauen, außerhalb eines Filmsets, sprechen können.

Joana kann.

Joana weiß, dass ich immer für sie da sein werde. Solange sie lebt (solange ich nicht ins Wasser falle und von einem Hai gefressen werde).

Sie ist sich dabei sicher, weil sie weiß, dass ich für gewöhnlich mein Wort nicht breche. Jedenfalls nicht mein ernst gemeintes. (Deswegen lese ich ihr und Maze auch gerade meinen neuen Roman auf Englisch vor. Scheißarbeit.)

Dass Dumme ist, dass ich mein Wort ihr gegenüber verdammt ernst gemeint habe und sie mit mir keine Angst haben muss, alleine alt zu werden.

J. – Forever

So einfach ist das.

Easy

Folgt meinem Blog auf

www.tammysdiary.blog


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon

1 Kommentar »

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: