Von Skorbut und Golddublonen

Jetzt hatte ich wirklich genug.

Maze lag mir damit sowieso schon die ganze Zeit in den Ohren: Wir haben den Kurs gewechselt. Fast komplett nach Süden jetzt: Trinidad wir kommen!

Denn was uns da vor Bermuda erwartet, ist nicht mehr witzig. Das – vereint mit anderem Wetter, das von Grönland herunterkommt – wird der nächste Sturm, der die britischen Inseln heimsuchen wird.

Da hineinzugeraten – dazu habe ich wirklich keine Lust.

In ein paar Tagen wird Joana anfangen herumzunölen, wann wir denn endlich da sind, und ich werde ihr antworten, dass ich ihr doch bereits gesagt habe, dass wir die Orientierung verloren haben.

Und wenn sie mich verstört anschauen wird, werde ich Maze etwas in die Hand drücken und sagen: „Hier, nagele diese Golddublone ganz oben an den Mast. Dann mach bitte an Bord bekannt, dass sie für denjenigen ist, der als erster ‚Land in Sicht‘ ruft.“

Und dann drehe ich mich versöhnlich zu Joana um und flüstere verschwörerisch: „Aber bis dahin sind wir sowieso alle an Skorbut gestorben. Also keine Chance das Gold zu verlieren.“


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

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