Der erste Kuss

Als ich sie das erste Mal geküsst habe – wow, das war schon ein Riesending.

Nicht nur für mich, sondern auch für sie.

Für sie hauptsächlich deswegen, weil sie noch nie eine Frau geküsst hatte (von Filmküssen einmal abgesehen).

Für mich, weil ich noch nie Joana geküsst hatte (von den Küssen in meinen Träumen einmal abgesehen).

Für sie war es der schönste und zärtlichste Kuss, den sie je erlebt hatte (frau muss am Anfang ja etwas langsam machen)…

…für mich der schlechteste (ehrlich, daran musste gearbeitet werden).

Heute geht’s.

Küssen ist auch keine Lösung

Mazikeen holt sie jedoch nicht ein. Niemand wird jemals Mazikeen einholen, egal bei was.

Aber darum ging es ja auch nicht.

Es ging nur darum sie überhaupt zu küssen, ihre Lippen zu spüren, ihre Zunge, ihre Wärme, ihre Zärtlichkeit zu spüren und zu fühlen. Diese Frau. Joana. Dieses Privileg zu besitzen.

Wir haben uns geküsst lange bevor wir Sex hatten. Jahre zuvor, um genauer zu sein. Es hatte nichts mit Sex zu tun und ich gebe zu, ich war so armselig dafür zu betteln („Ich halte es sonst nicht mehr aus“). Ja, genau: ich. Betteln. Zu meiner Verteidigung: ich hatte es wirklich nicht mehr ausgehalten. Jedesmal nachdem wir uns getroffen hatten stundenlang zu masturbieren wurde nämlich auf Dauer etwas anstrengend.

Dummerweise war diese Küsserei auch keine Lösung, weil ich danach noch viel länger auf einem Dildo reiten musste und noch mehr Batterien verbrauchte. Aber aufhören konnte ich mit dem Küssen auch nicht. Ich war süchtig geworden.

(Für Joana wäre aufhören übrigens keinerlei Problem gewesen. Das Leben ist ungerecht.)

Fakt blieb nunmal: Joana ist hetero – und zwar nicht nur ein bisschen. „Lass dir einen Penis und Eier wachsen und wir werden das glücklichste Paar der Welt!“

Das sagte sie nicht nur so, das meinte sie auch!

Ihr geht es nicht um irgendeine angebliche „Männlichkeit“, sondern schlicht um das Instrumentariun, das für sie nicht zu ersetzen ist.

Sie liebt alles, was man damit machen und was damit gemacht werden kann. ALLES! Ich will nicht darüber nachdenken.

(Sie war mir aber bei entsprechenden Szenen in meinem neuen Roman mit ihrer „Fachkenntnis“ eine große Hilfe!)

Für sie haben Frauen da unten einfach – nichts. Titten findet sie ganz spannend (sie nennt sie „Möpse“), fasst auch gerne welche an, das ist es aber auch schon. Nippel sind auch ganz okay – man kann ein wenig damit herumspielen.

Ein Penis hingegen ist eine ernsthafte Angelegenheit. Etwas, um das frau sich kümmern will und muss. Und man kann sich das Endergebnis im Kondom anschauen. Oder sonstwo

Igiiiiiiiiitt!


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Walter sagt:

    Iiiiiiiigitt!
    Dass ca. 3,89 Milliarden Männer auf der Erde gibt!
    Wieso mag ich dich trotzdem!?

    Gefällt mir

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