Ruhää!

Aus der Sicht von Maze (muss auch mal sein; das hat sie sich schwer verdient).


Ganz schönes Miststück, doch das war ja zu erwarten. Trotzdem süß. Zumindest optisch. Sie riecht gut.

„Habt ihr was gefeiert?“ fragte sie.

„Warum?“, fragte ich zurück. Ich tat mich etwas schwer mit blöden Fragen.

„Weil Tammy einen Kater hat.“

Nein, so blöd kann sie nicht sein!

„Weil du ein elitäres Miststück bist.“

„Bitte?“

Taub auch noch?

„Weil du ein taubes, elitäres Miststück bist.“

„Was habe ich denn getan?“

Wie war das noch gleich mit den blöden Fragen? Sie nervt.

„Weil sie nicht leiden kannst wie du dich benimmst.“

„Wie ich mich benehme?“

„Ja.“

„Was soll das heißen?“

„Dass sie dein Benehmen nicht mag.“

„Okay, dann frage ich anders: Was habe ich denn gemacht?“

Ich zuckte mit den Schultern: „Ich war nicht dabei.“

„Du redest nicht gerne, oder?“

„Jedenfalls nicht mit Fremden.“

„Wir trinken zusammen Kaffee“, grinste Joana: „So fremd sind wir uns nicht mehr. Also?“

„Also?“

„Ich möchte wissen, was ich falsch mache.“

„Frag sie selbst.“

„Ich fürchte, sie wird mich rauswerfen.“

DAS allerdings kann ich auch nicht verstehen. „Ich will da nicht in der Mitte stehen.“

„Und wo genau stehst du? Oder anders gefragt: Wie stehst du zu ihr? Bist du eine Freundin? Ihr Lover?“

„Beides.“

„Okay.“ Joana nahm ihre Tasse und stellte sie in die Spüle: „Ich nehme nicht an, dass ich die saubermachen soll, oder?“

„Nein.“

„Würdest du ihr sagen, dass ich mich gerne bei einem persönlichen Treffen entschuldigen möchte?“

„Klar.“

„Oder stört dich das?“

„Nein.“

„Immerhin bist du ihre Partnerin?“

„Sie kann machen was sie will. Und mit wem sie will. Sie gehört mir nicht.“

„Darf ich sie kurz sehen?“

Ich überlegte kurz: „Bist du lesbisch?“

„Nicht die Spur.“

Dann war es auch egal in welchem Zustand sie sie sieht: „Okay.“

Ausserdem bestand die Chance auf ein wenig Spaß.