Joana und ich – forever

Joana und ich – beste Freundinnen mit Benefiz.

Ich muss die Geschichte ja wohl mal für die Nach- und Jetztwelt erzählen.

Ganz klassisch

Wie wird man die beste Freundin einer weltberühmten Schauspielerin?

Ganz klassisch: Indem man bei einer Gala in einem grossen Hotel „versehentlich“ sein Bier verschüttet und dabei ihr weißes Abendkleid versaut.

Als ihr Bodyguard mich von der Bar schieben wollte, weil ich hoffnungsfroh versucht habe an ihrer Brust herumzuwischen, hat sie ihn zurückgepfiffen, hat die Bloody Mary von ihrem Sitznachbarn gegriffen und sich bei mir revanchiert. Was ihr Kleid noch mehr versaut hat.

Auf dem Damenklo haben wir versucht uns wieder salonfähig zu machen. Ging nicht. Ihr Kleid war gänzlich ruiniert.

Aber natürlich hatte ihre Truppe Jeans und T-Shirt für sie dabei.

„Drehst du dich bitte mal um, damit ich mich umziehen kann?“, hat sie gefragt und ich habe ihr gesagt, dass ich im Traum nicht daran denken würde.

„Warum nicht?“

„Seit wann lassen sich Lesben die Chance entgehen Titten zu sehen?“

„Du bist eine Lesbe?“

„Jap.“

Sie hat genickt, ihr Kleid hinter dem Hals aufgeknotet und es heruntergeklappt: „Ich wollte schon immer mal eine Expertenmeinung hören.“

Da stand also nun mein Jugendschwarm, die nachweislich schönste Frau und Schauspielerin der Welt, mit nackten Titten vor mir und ich konnte nicht antworten, weil mein Mund ausgetrocknet war, weil sich Sekundenbruchteile vorher mein gesamter Speichel in meine Hose verabschiedet hatte.

„Also?“

„Äh…“

„Gebt ihr Lesben nicht Noten dafür?“

„Äh…“

„So schrecklich?“

„Sagen wir mal so: Wenn du sie mir noch länger hinhältst, beiße ich rein.“

Das Ganze hat dann damit geendet, dass wir uns im Büro des Hoteldirektors eingeschlossen und die ganze Nacht gegrölt und gesoffen haben. Ihre Leute haben mich am Morgen in ein Taxi getragen, daran erinnere ich mich in Bruchstücken. Wohin sie getragen wurde, weiß ich nicht.

Zwei Tage später hat sie mich angerufen und mich gefragt ob ich Zeit hätte. Sie klang verheult.

Nachdem ich ihr gesagt hatte, dass ich für sie sämtliche Zeit aus sämtlichen Dimensionen klauen würde, wollte sie wissen, ob ich das auch tun würde, wenn sie heute das Oberteil nicht ausziehen würde?

„Willst du wirklich über Damenoberbekleidung reden oder willst du mir nicht doch lieber erzählen, warum du weinst?“

Es wurde der schönste Abend meines Lebens und Joana und ich wurden beste Freundinnen für immer und ewig.

Ganz klassisch

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