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Eine lausige Lesbe

Sicher habe ich gewusst, was auf mich zukommen würde.

Ich kannte sie ja schon und habe sie doch wieder mit allem Drum und Dran in mein Leben geholt. Auch wenn ich das in erster Linie auf Wunsch Joanas gemacht habe.

Nun, nicht nur natürlich. Ich habe sie vermisst. Immer. Es war nur diese Entscheidungssache gewesen, von der ich geglaubt hatte, dass sie sein musste.

Maze war nie im Zweifel gewesen. Sie hatte sich für mich entschieden und hatte nie auch nur eine Sekunde an etwas anderes oder eine andere gedacht.

Ich hingegen musste mich meiner Sehnsucht nach dieser Frau, dieser anderen, ergeben. Was sollte ich tun, wenn plötzlich der Jugendschwarm vor der Tür stand und der Traum wahr werden konnte?

Genaugenommen ist er ja nicht wahr geworden. Joana war meine beste Freundin, nicht mehr und nicht weniger. Chris – Maze – hatte immer gesagt, dass sie mehr für mich war und ich versuchen müsse, mir den Traum zu erfüllen.

Das habe ich getan.

Selbstlos von Maze? Dumm?

Nein, sie wusste, dass sie dem nicht im Weg stehen durfte und hatte darauf vertraut, dass ich sie niemals würde vergessen können.

Sie hatte recht.

Ob Maze jemals wieder in mein Leben zurückgekehrt wäre, wenn Joana das nicht forciert hätte? Ich weiß nicht. Sie war ja nie draussen. Ich hatte ein Apartment in ihrem Haus auf Orcas und alle meine Sachen waren dort. Sie schickte mir was ich brauchte und ich schickte alles was ich aufbewahren wollte zu ihr. Ich habe das Apartment nie mehr benutzt und wir haben nur per Telegram kommuniziert und auch nur für organisatorische Dinge.

Aber Maze war da. Hätte ich sie irgendwo auf der Welt gebraucht, wäre sie in den nächsten Flieger gesprungen.

Wer hat so etwas – so jemanden schon?

In dieser Zeit war Maze – ich kann mich an ihren neuen Namen immer noch nicht gewöhnen – Familie für mich. Und Familie trennt sich nicht.

Und Joana?

Joana ist die beste beste Freundin der Welt aber eine lausige Lesbe.

Was daran liegt, dass sie tatsächlich keine ist. Was wir heute wieder festgestellt haben. Sie hat ständig Männer im Kopf. Was für ein Weib, das hetero ist, ja nun auch nicht weiter verwunderlich ist.

„Bi? No way! Ich bin nicht bi!“ Das hat sie SJ geantwortet: „Ich mag nur Tammys Brüste.“ (Sie sagt tatsächlich ‚Brüste‘! *heul)

Was im übrigen eine starke Untertreibung ist, denn auf meine Finger und auf meine Zunge steht sie auch. Aber man merkt dann doch schon, dass sie gerne mir zwei Händen gehalten werden möchte. Was schlecht geht, wenn meine Finger teilweise in ihrer Möse stecken. Deshalb ist sie auch so ein Strap-on-Fan, wobei wir beide wissen, warum.

Das sind eben so die kleinen Unterschiede.

Aber wir wissen das ja beide. Der Sex sind die Benefiz. Die Intimität, die wir auf die BFF-Sache packen. Unser Schwur niemals voneinander zu lassen, was auch immer für Partner in unserem Leben noch erscheinen werden.

Das ist ein Schwur.

Und weder sie noch ich haben jemals einen Schwur gebrochen.

Maze hat übrigens bereits klargestellt, was passieren würde, wenn jemand seinen Schwur mir gegenüber brechen würde.

Ich finde, so ein eigener Dämon hat was!

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