Es ist wie es ist

Noch zwei Tage bis Florida. Zweieinhalb, bei dem schwachen Wind, der uns erwartet. Ich hoffe, ich kann auch mal schwimmen gehen! 25° warmes Wasser ist schon cool.

Zeitzonen… Ich habe ja eigentlich immer so meine Schwierigkeiten damit, doch mit dem Boot ist es nicht so tragisch, denn da ändert sich alles langsam und Stunde um Stunde. Im Flugzeug früher hat mich das ja echt verrückt gemacht. Jetzt ist das in Ordnung.

Die dürfen ruhig wechseln, wenn es dadurch wärmer wird. Ich will endlich meine Klamotten loswerden! Kleidung engt mich ein, hat sie schon immer. So ein psychologisches Ding. Hat noch nicht mal etwas mit Erotik zu tun. Jedenfalls nicht viel.

Auch so ein Vorteil vom Boot: Selbst in den prüdesten Ländern haben wir weiter draußen unsere eigene FKK-Zone. Also – wer will…

Heute Nacht schlafe ich hoffentlich besser. Die See ist ziemlich ruhig geworden, wir haben 5 Segel gesetzt und ich bin todmüde. (Klüver zum Gennaker.) Chris – Maze – ich muss mich dran gewöhnen – bleibt an Deck.

Ich lese „21 Lessons for the 21st Century“. Das ist so langweilig, dass ich in kürzester Zeit schlafen werde. Alles kalter Kaffee. Ich brauche kein Historiker zu sein um das alles vor 15 Jahren schon gesagt zu haben. Aber zum Einschlafen reichts. Gähnend langweilig. Ein Buch nach dem Motto: „Warten auf die Neuigkeit“.

Und da ich gerade von Büchern spreche: Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis meines neuen Buchs. Es steckt jahrelange Arbeit drin – buchstäblich jahrelang – und so viel von mir – ich hätte mehr Reaktionen erwartet. Die Verkaufszahlen sind okay, doch es findet keine Diskussion statt, noch nicht einmal mit den treuesten Fans, was sehr schade ist. Das erste J. – Buch hat viel mehr Reaktionen ausgelöst obwohl J. – Forever um Welten besser ist.

Ich schreibe was ich will

Ich glaube, ich werde künftig weniger Energie in ein einzelnes Buch stecken, sondern zurückgehen auf kürzere, weniger tiefgehende Geschichten, denn das scheint zu sein, was die Leserinnen von mir wünschen/erwarten, sonst käme auf so ein Buch mehr Rückmeldung. (Oder überhaupt Rückmeldung.)

Ist ziemlich enttäuschend, das hätte ich mir für „Forever“ ganz anders gewünscht, doch es ist wie es ist.

Andere Dinge kann ich immer noch unter einem anderen Pseudonym schreiben und vielleicht auf Englisch.

Themawechsel.

Ken möchte gerne hin und wieder fischen. Wegen mir. Aber als ich verkündet habe, dass ich jeden, der anfängt nach Fisch zu stinken über Bord werfen würde, haben sie angefangen zu murren. Wie kann man das denn nur falsch verstehen?

Apropos Fisch: Wir werden in Florida noch einmal gewaltig Vorräte aufstocken. In der Karibik ist das Meiste leider nicht so nach meinem Geschmack. Maze meint, ich solle mich nicht anstellen. Ich will mich aber anstellen und ich stelle mich an solange ich will!

Ich merke schon: Morgen wird so ein Tag an dem ich so lane provoziere, bis Maze mir eine scheuert.

Jap, da ist der Wunsch Vater des Gedanken. Sie macht sowas nicht. Wenn sie doch nur „J.“ lesen könnte… *seufz

Joana? Wann kommst du? Du fehlst mir! So unendlich!